Mercedes gebraucht kaufen: Modell-Check
Welche Schwächen haben gebrauchte Mercedes-Modelle?

Die Stuttgarter Premium-Marke Mercedes hat einen noblen Ruf. Passt die Gebrauchtwagenqualität zum Markenimage? Zehn Modelle im Check!
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
- Lars Jakumeit
- Jörg Maltzan
Mercedes hat die Formschwäche der späten Neunziger- und frühen Nullerjahre längst überwunden. Die Qualität ist wieder top, fiese Rostprobleme gehören der Vergangenheit an. Eine C-Klasse der Generation W 204 durchbrach Ende 2022 im AUTO BILD-Fuhrpark die 500.000-Kilometer-Schallmauer, als Benziner! Und unser roter A 180 marschiert munter auf die 440.000 Kilometer zu, als wäre dies das Selbstverständlichste der Welt.
Alles super also? Nicht ganz. Das erste Elektroauto der Schwaben, den EQC, muss man rückblickend wohl als ambitionierten Fehlstart einordnen. Und die ansonsten dargebotene hohe Qualität muss man sich leisten können. Zumindest in den ersten drei Jahren nach Erstzulassung ist dies kaum mit einem normalen Einkommen möglich. Wer Mercedes kaufen möchte, braucht ein ganz schön dickes Konto.
Worauf Gebrauchtwagenkäufer bei den wichtigsten Mercedes-Modellreihen achten sollten, hat AUTO BILD hier für Sie zusammengefasst!
Mercedes EQC
Neupreise: von 66.069 bis 84.930 Euro • Gebrauchtpreise*: von 42.790 bis 89.980 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 57.900 Euro • Motor: 408 PS • Motortipp: 408 PS (Verbrauch: 29,7 kWh auf 100 km) • Rückrufe: 12 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 96 Prozent (5 Sterne, 2019).
Stärken
- gediegenes Fahrgefühl
- erwachsenes Platzangebot
Schwächen
- begrenztes Fahrzeugangebot
- limitierte Reichweite
Die EQC-Baureihe lief im Werk Bremen vom Band. Anfangs holperte die Produktion, später hakte es bei der Nachfrage. Mercedes beendete 2023 die Baureihe nach nur vier Jahren – ohne direkten Nachfolger. Der EQC ist zehn Zentimeter länger als ein GLC, jedoch nicht spürbar geräumiger, denn der 650 Kilo schwere 80-kWh-netto-Akku frisst recht viel Platz. Sehr gut ist dagegen die bis zu 1,8 Tonnen mögliche Anhängelast. Die Aufpreisliste war leider herstellertypisch sehr lang.

Der Mercedes EQC wurde nur von 2019 bis 2023 gebaut.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
AUTO BILD-Tipp: Mit 408 PS Systemleistung und 760 Newtonmeter Drehmoment ist der EQC selbst für 2,5 Tonnen Leergewicht üppig motorisiert. Trotz des großen Akkus sind im Alltagsmix lediglich Reichweiten von knapp über 300 Kilometer realistisch. Mit dem optionalen Fahrassistenzpaket fährt der EQC erstaunlich geschmeidig teilautonom. Moderate Gebrauchtpreise.
Mercedes A-Klasse
Neupreise: von 24.514 bis 76.190 Euro • Gebrauchtpreise*: von 7500 • bis 88.800 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 30.415 Euro • Motoren: von 90 bis 421 PS • Motortipp: 122 PS (Verbrauch: 7,4 l S auf 100 km) • Rückrufe: 72 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 93 Prozent (2012, 5 Sterne).
Stärken
- guter Premium-Kompakter
- sehr haltbar
Schwächen
- Raumangebot ab W 176 gering
- hohes Preisniveau
Die A-Klasse legte in dritter Generation (W 176, 2012-2018) eine gelungene Imagekorrektur hin. Hochdachkarosserie und Seniorenimage sind Geschichte, Rostprobleme kein Thema mehr. Der kleine Benz gehört mechanisch zu den Solidesten seiner Klasse.
Die Spreizung am Gebrauchtmarkt ist riesig: Vom biederen 90-PS-Diesel über den Plug-in-Hybrid mit 218 PS bis zum 421 PS starken AMG-Boliden reicht das Angebot. Ein breites Käuferspektrum wird angesprochen. Der TÜV ist für die A-Klassen W 176 und W 177 (ab 2018) voll des Lobes, findet kaum Fehler, spricht vom Haltbarkeits-Gen.

Optisch und technisch überzeugend ist die bis 2018 gebaute Mercedes A-Klasse.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
AUTO BILD-Tipp: Ein schlichter A 180 mit M270-Benziner und 122 PS ist ausreichend spritzig und wirtschaftlich. Im AUTO BILD-Fuhrpark läuft er seit mehr als 400.000 Kilometern zuverlässig. Als Extras sind Urban-Paket und das robuste Siebengang-DCT-Getriebe zu empfehlen.
Mercedes CLA
Neupreise: von 29.215 bis 84.103 Euro • Gebrauchtpreise*: von 13.500 bis 85.970 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 36.290 Euro • Motoren: von 109 bis 421 PS • Motortipp: 177 PS (Verbrauch: 6,5 l D auf 100 km) • Rückrufe: 43 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 91 Prozent (5 Sterne, 2013).
Stärken
- exklusive Karosserieform
- gute Qualität
Schwächen
- beengtes Raumangebot hinten
- Topmodelle enorm teuer
Die von der A-Klasse abgeleitete Sportlimousine möchte optisch polarisieren, im Kern aber nur ein besserer 2+2-Sitzer sein. Die erste Generation (W 117) wurde von 2013 bis 2019 gebaut. Ihr Nachfolger (W 118) spricht das gleiche Publikum an. Der CLA punktet durch seinen guten cw-Wert und das straffe Fahrwerk, ist verblüffend sparsam und agil zugleich.
Die Spreizung ist groß. Sie reicht vom braven CLA 180 CDI mit 109 PS und Frontantrieb bis zum aggressiven 421-PS-Allradboliden Mercedes-AMG CLA 45 S 4Matic+. In der zweiten Generation wurden PHEV-Versionen eingeführt. Insbesondere die stärkeren Ausführungen sind gemessen am Fahrzeugformat sündhaft teuer.

Der Mercedes CLA punktet durch seinen guten cw-Wert und das straffe Fahrwerk.
Bild: Werk
AUTO BILD-Tipp: Die Shooting-Brake-Variante mit 177 PS starkem 220-d-Motor und 4Matic-Allrad ist wirtschaftlich, bietet höheren Nutzwert und ist von eigenwilliger Eleganz.
Mercedes B-Klasse
Neupreise: von 26.359 bis 60.589 Euro • Gebrauchtpreise*: von 4290 bis 56.777 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 26.705 Euro • Motoren: von 90 bis 238 PS • Motortipp: 163 PS/7,3 l S auf 100 km • Rückrufe: 45 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 97 Prozent (2011, 5 Sterne).
Stärken
- variables Fahrzeugkonzept
- top im TÜV Report
Schwächen
- Assistenten nicht perfekt
- etliche Rückrufe
Rentners Bester fährt regelmäßig ganz vorn im AUTO BILD TÜV-Report mit. Die zweite Generation der B-Klasse (W 246) wurde von 2011 bis 2018 gebaut und 2014 modellgepflegt. Die kleineren Motoren haben serienmäßig ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe, die stärkeren ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Diverse Benziner stehen mit 122 bis 211 PS zur Wahl, die Diesel leisten 90 und 177 PS.

Die zweite Generation der Mercedes B-Klasse (W 246) wurde von 2011 bis 2018 gebaut. 2014 gab's eine Modellpflege.
Bild: Toni Bader
Im Alltag punkten die erhöhte Sitzposition und der großzügig geschnittene und variable Innenraum enorm. Das Fahrverhalten zielt eher auf Komfort ab. Im AUTO BILD-Dauertest klagten die Kollegen beim 200 CDI über Klappergeräusche und zickende Assistenzsysteme. Letztere Probleme linderten Software-Updates. Die Performance reichte für die Endnote 2-.
Der 2018 eingeführte und 2022 modellgepflegte Nachfolger sieht dynamischer aus und bietet deutlich mehr Assistenten. 2020 reichte Mercedes eine Hybridversion mit 218 PS Systemleistung und einer elektrischen Reichweite bis 77 Kilometer nach.
AUTO BILD-Tipp: Beide B-Klasse-Generationen sind technisch hervorragende Fahrzeuge, mit denen man wenig verkehrt macht. Der W 246 ist etwas praktischer und gebraucht günstiger. Wer ihn als 200 CDI mit 136 PS (Euro 6) kauft, hat einen soliden Dauerläufer. Der jüngere W 247 fährt insbesondere mit optionalem adaptivem Fahrwerk geschliffen. Ein B 200 mit 163 PS ist ausreichend stark und erfüllt mindestens die Euro-6d-TEMP-Norm.
Mercedes C-Klasse
Neupreise: von 31.089 bis 134.286 Euro • Gebrauchtpreise*: von 7990 bis 164.990 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 34.788 Euro • Motoren: von 136 bis 680 PS • Motortipp: 194 PS (Verbrauch: 6,2 l D auf 100 km) • Rückrufe: 115 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 82 Prozent (2009, 5 Sterne).
Stärken
- hoher Fahrkomfort
- Ausstattungsvielfalt
Schwächen
- hohe Nachfrage
- Topmodelle teuer im Unterhalt
Die Mittelklasse-Baureihe setzt auf Vielfalt: Limousine, Kombi (T-Modell), Coupé und Cabriolet sind erhältlich. Riesiges Motorenspektrum mit Vier-, Sechs- und Achtzylindern, Diesel- und Benzinmotoren. Ab Ende 2014 Plug-in-Hybrid-Versionen. AMG-Versionen mit sehr hohen Fahrleistungen.
Die Basismotorisierungen sind jedoch bereits ausreichend, Komfort und konstruktive Haltbarkeit beeindrucken. Im AUTO BILD-Dauertest knackte ein C 180 (W 204) ohne größere Probleme die 500.000-Kilometer-Schallmauer. Der Nachfolger W 205 ging 2014 an den Start, wurde 2018 gründlich modellgepflegt. Ab 2021 Einführung des Typs W 206.

Die Mercedes C-Klasse kommt wahlweise als Limousine, Kombi (T-Modell), Coupé oder Cabriolet.
Bild: Ronald Sassen
AUTO BILD-Tipp: Eine C-Klasse mit 100.000 Kilometern zu kaufen, stellt kein besonderes Risiko dar. Relativ günstig sind Leasing-Rückläufer. Ein 205er T-Modell als 220 d mit 194 PS ist dynamisch und zugleich wirtschaftlich.
Mercedes GLC
Neupreise: von 45.791 bis 103.661 Euro • Gebrauchtpreise*: von 21.980 bis 128.790 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 48.780 Euro • Motoren: von 163 bis 510 PS • Motortipp: 170 PS (Verbrauch: 7,3 l D auf 100 km) • Rückrufe: 52 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 95 Prozent (5 Sterne, 2015).
Stärken
- angenehmer Fahrkomfort
- tolle Zuverlässigkeit
Schwächen
- Radaufhängungen öfter defekt
- etliche Rückrufe
Das 4,65 Meter lange Mittelklasse-SUV beerbte den etwas biederen, aber soliden GLK. Es wurde von 2015 bis 2022 gebaut. Der GLC (X 253) hat stets 4Matic-Allradantrieb, ist für Familien ausreichend groß. Sportlicheres Coupé-Derivat. Fahrgefühl und Qualität sind der C-Klasse sehr ähnlich. Zahlreiche Diesel- und Benziner stehen zur Auswahl, dazu Hybrid- und AMG-Varianten.
Der GLC F-Cell mit Brennstoffzelle war innovativ gedacht, wurde aber nicht in nennenswerten Stückzahlen verkauft. 211 bis 510 PS. 2022 ging der identisch positionierte GLC der zweiten Generation (X 254) an den Start. Im AUTO BILD TÜV-Report 2023 war der GLC das beste getestete Auto im SUV-Segment!

Bild: Thomas Ruddies
AUTO BILD-Tipp: Bereits der GLC 220 d 4Matic (170 PS, Euro 6) ist gut motorisiert, darf bis zu 2,5 Tonnen schwere Hänger ziehen. Die Neunstufen-G-Tronic-Automatik erledigt ihre Arbeit prima.
Mercedes E-Klasse
Neupreise: von 42.811 bis 148.917 Euro • Gebrauchtpreise*: von 11.499 • bis 179.850 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 38.770 Euro • Motoren: von 136 bis 612 PS • Motortipp: 194 PS (Verbrauch: 6,8 l D auf 100 km) • Rückrufe: 72 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 86 Prozent (5 Sterne, 2010).
Stärken
- tolles Langstreckenfahrzeug
- Karosserie- und Motorvielfalt
Schwächen
- hohes Preisniveau
- Kilometerfresser
Mut zur Kante machte die durchwachsenen Vorgänger W 210 und W 211 vergessen. Die 2009 eingeführte E-Klasse bot viel Platz und einen S-Klasse-ähnlichen Fahrkomfort. Mit intakten Lagern fährt ein 212 wie auf Schienen, für das Gebirge gibt es ihn als 4Matic. Neben Limousine und Kombi (T-Modell) gab es Cabrio und Coupé, die technisch auf der C-Klasse basierten. Ab 2015 nur noch Euro-6-Motoren.
2016 Einführung der weicher gezeichneten E-Baureihe 213. Wie zuvor sehr hoher Komfort, jedoch mehr Leichtbau, reichlich Assistenten und große Antriebsauswahl. Neu war eine All-Terrain-Crossover-Version vom T-Modell (X 213). Fünf Plug-in-Hybride. Im 100.000-km-Dauertest kassierte ein E 220 d T-Modell 2019 die Endnote 2. Die GPS-Antenne arbeitete unzuverlässig, und die CO2-Klimaanlage kühlte nicht immer korrekt.

Bild: Toni Bader
AUTO BILD-Tipp: Ein 212er T-Modell bietet noch mehr Platz als sein Nachfolger, ist selbst als 200 CDI nicht untermotorisiert und mittlerweile für unter 15.000 Euro zu haben. Mit 25.000 Euro Budget gäbe es den perfekten Reisewagen: einen soliden E 220 d als T-Modell der Baureihe 213 aus diesem Jahrzehnt.
Mercedes S-Klasse
Neupreise: von 81.753 bis 230.557 Euro • Gebrauchtpreise*: von 22.000 bis 309.400 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 86.900 Euro • Motoren: von 306 bis 630 PS • Motortipp: 258 PS (Verbrauch: 8,2 l D auf 100 km) • Rückrufe: 78 • Euro-NCAP-Insassenschutz: nicht getestet.
Stärken
- Luxus pur
- enormes Prestige
Schwächen
- sehr teure Reparaturen
- hoher Verbrauch
Ganz oben in der Nahrungskette der Stuttgarter Automarke thront die S-Klasse. Am Gebrauchtmarkt dominiert die von 2013 bis 2020 gebaute Baureihe 222. Über fünf Meter lang, perfekt gedämmt und stets überaus üppig motorisiert ist sie das perfekte rollende Vorstandsbüro oder einfach nur eine automobile Wellnessoase. Enorm potent die AMG-Derivate S 63 und S 65, verschwenderisch die bis zu 6,50 Meter lange Edelversion von Maybach.

Bild: Kolja Ensthaler / AUTO BILD
Die M276- und M278-Benziner sind nicht unkritisch. Sie zeigen gelängte Ketten, eingelaufene Nockenwellen und Stirndeckelprobleme. Bei Störungen der Elektronik sollte zunächst stets der Akku gecheckt werden. Bei höheren Laufleistungen sind Probleme mit Ölverlust und ausgeschlagene Fahrwerkslenker nicht selten. Vorsicht bei Fahrzeugen mit Lücken im Scheckheft und bei dubiosen Dubai- und US-Importen.
AUTO BILD-Tipp: Für die Langstrecke gibt es wenig bessere Fahrzeuge. Bereits der S 350 d mit 258 PS taugt zum zügigen Reisen. Er ist kaum zu zweistelligen Verbräuchen zu bewegen. Leidenschaftlich sind die potenten V8-Modelle mit vier Liter Hubraum (M 176).
Mercedes GLE
Neupreise: von 58.489 bis 176.370 Euro • Gebrauchtpreise*: von 28.690 bis 194.990 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 82.940 Euro • Motoren: von 204 bis 634 PS • Motortipp: 258 PS Verbrauch: 9,8 l D auf 100 km) • Rückrufe: 51 • Euro-NCAP-Insassenschutz: 91 Prozent (5 Sterne, 2019).
Stärken
- erhabenes Fahrgefühl
- hohe Anhängelast
Schwächen
- häufig Ölverlust
- hohe Unterhaltskosten
Das Oberklasse-SUV (W166) wurde ab 2011 in Tuscaloosa/USA gebaut. Als M-Klasse vorgestellt, erhielt es pünktlich zur Modellpflege 2015 die Bezeichnung GLE. Gut 4,80 Meter lang bringt das SUV satte 2,2 Tonnen auf die Waage, was Fahrwerksverschleiß begünstigt. Großzügig ist das Platzangebot innen. Der bis zu 2010 Liter große Kofferraum toppt jeden aktuellen Kombi.
Echte Kaufargumente sind die soliden Geländefähigkeiten und hohe Anhängelasten (bis 3,5 Tonnen). Als GLE 500 e fährt das SUV bis zu 30 Kilometer rein elektrisch. Den Plug-in-Hybrid treibt ein Verbund aus V6-Benziner und E-Motor an, Systemleistung: 442 PS.

Bild: Thomas Ruddies
Größtes GLE-Laster ist oft sehr kostspieliger Ölverlust an Motor und Getriebe. Außerdem schwächeln die Kompressoren der Luftfederung, die LED-Scheinwerfer sind oft feucht. So mancher BlueTec-Turbodiesel zeigt Probleme mit der Sensorik der AdBlue-Einspritzung. Der neue GLE (W 167) startete 2018.
AUTO BILD-Tipp: Mit einem kräftigen Turbodiesel wie dem 350 d (Euro 6b, ab 05/2018 Euro 6c) fährt der GLE angenehm und bleibt auch an der Tanksäule relativ wirtschaftlich.
Mercedes CLS
Neupreise: von 59.857 bis 131.793 Euro • Gebrauchtpreise*: von 17.998 bis 137.999 Euro • Durchschnittlicher Gebrauchtpreis**: 47.460 Euro • Motoren: von 170 bis 585 PS • Motortipp: 252 PS (Verbrauch: 8,3 l D auf 100 km) • Rückrufe: 41 • Euro-NCAP-Insassenschutz: nicht getestet.
Stärken
- tolles Styling
- exklusive Ausstattungen
Schwächen
- hohe Gebrauchtpreise
- frühe Benziner mit Problemen
Die Luxuslimousine ist der Schönling in der Oberklasse. Zwischen E- und S-Klasse positioniert, wirkt der CLS wie ein großes, viertüriges Coupé. Die zweite CLS-Generation wurde von 2011 bis 2018 gebaut und im Herbst 2014 gründlich modellgepflegt. Sie teilt sich die technische Basis mit der soliden E-Klasse W 212. Ungewöhnlich in diesem Segment ist die Shooting-Brake-Version.
Sehr gute Verarbeitung, luxuriöse Ausstattung. Enorme Antriebsvielfalt, vom biederen Vierzylinder-Turbodiesel bis zum aufgeladenen V8-Dampfhammer von AMG.

Bild: Toni Bader
V6- und V8-Motoren zeigen bis 2013 häufiger Probleme mit der Steuerkette und eingelaufene Nockenwellen. Neben Ausstattungspaketen gab es zum Marktstart ein üppig ausstaffiertes "Prime Edition"-Sondermodell. Der 2018 vorgestellte Nachfolger (C 257) ist nur noch als Coupé-Limousine erhältlich.
AUTO BILD-Tipp: Als 350 d (W 218) mit 4Matic-Allradantrieb ist der CLS bestens angetrieben. Der Top-Diesel läuft kultiviert, hat 620 Newtonmeter Drehmoment und erfüllte ab Herbst 2014 die Euro-6-Abgasnorm. Gepflegte AMG-Modelle mit moderater Laufleistung sind schon heute ein Fall für (solvente) Liebhaber.
* Quelle: AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt
** Medianpreis
** Medianpreis
Fazit
Respekt! Der Stern strahlt so hell wie lange nicht mehr. Keine der gecheckten Baureihen leistet sich einen Totalausfall, auch der TÜV zeigt sich insgesamt sehr zufrieden. Beachtlich ist der Spagat: Vom braven Kompakten über diverse SUV-Modelle bis zu schnellen Sportwagen und Superluxuslimousinen beherrscht Mercedes sein Handwerk.
Service-Links



































































































