(dpa/AUTO BILD/KI) Die Traton SE, Volkswagen-Konzerns Nutzfahrzeugholding, verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang der Bestellungen um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit insgesamt 264.800 Fahrzeugen lagen die Auftragseingänge deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Dies gab das in München ansässige und im SDAX gelistete Unternehmen am Montag bekannt.
Die Entwicklung der Bestellungen deutet darauf hin, dass sich die in vorangegangenen Jahren durch verschiedene Faktoren wie die COVID-19-Pandemie und den Konflikt in der Ukraine angestaute Nachfrage nun zu normalisieren beginnt. Das Unternehmen weist zudem auf Unsicherheiten in Bezug auf die globale Wirtschaftslage und die Auswirkungen von Zinserhöhungen hin, welche sich negativ auf das Bestellaufkommen auswirken könnten.
Trotz des Rückgangs im Auftragseingang besitzt Traton einen Auftragsbestand, der eine Produktion bis ins zweite Halbjahr hinein sichert. Somit bleibt das Produktionsvolumen der Marken MAN, Scania, Navistar und Volkswagen Truck & Bus in Südamerika, welche zur Gruppe gehören, vorerst gewährleistet.
Im Vorjahr hatte Traton einen Absatzrekord erreicht und 338.200 Fahrzeuge verkauft, was einen Anstieg von elf Prozent im Vergleich zu 2021 darstellte. Als förderlich für diesen Absatzerfolg hob das Unternehmen die Stabilisierung der Lieferketten und eine Erhöhung der Produktionszahlen hervor.