Update: Bitteres Nachspiel! Max Verstappen und Mercedes-AMG feiern erst einen souveränen Sieg auf der Nürburgring-Nordschleife und stehen wenig später plötzlich mit leeren Händen da.
Der Grund: Der Mercedes-AMG GT3 #3 von Verstappen, Dani Juncadella und Jules Gounon wird nach dem Rennen disqualifiziert. Der Triumph beim 58. ADAC Barbarossapreis ist damit offiziell gestrichen.
Der Fehler liegt im Reifen-Detail: Bei der Auswertung der sogenannten Tyre-App stellen die Sportkommissare fest, dass das Team sieben statt der erlaubten sechs Reifensätze eingesetzt hat. Ein klarer Regelverstoß, ohne Spielraum für eine mildere Strafe.
------------------
Nordschleife statt Mario Kart! Max Verstappen holt sich auf der Nordschleife derzeit den Spaß, den er in der Formel 1 nicht mehr hat. Nach der Pole-Position im Qualifying holt sich der Formel-1-Weltmeister auch den Sieg beim NLS2-Rennen am Nürburgring – und das mit beeindruckender Dominanz.
Gemeinsam mit Dani Juncadella und Jules Gounon gewinnt der Niederländer im Mercedes-AMG GT3 den 58. ADAC Barbarossapreis. Am Ende stehen fast 60 Sekunden Vorsprung; auf der Nordschleife eine kleine Ewigkeit.

Verstappen-Duell gegen Haase im Scherer-Audi

Dabei beginnt das Rennen alles andere als einfach. Schon in der Anfangsphase muss sich Verstappen einem echten Härtetest stellen: Audi-Pilot Christopher Haase geht im Scherer-Audi nach einem Windschattenmanöver auf der Döttinger Höhe vorbei. Es entwickelt sich ein spektakulärer Zweikampf in Teilen Rad an Rad.
Verstappen wird zwar kurz von einer Gelbphase gebremst, setzt kurz vor dem ersten Boxenstopp aber den entscheidenden Konter und holt sich die Führung zurück. Danach übernehmen seine Teamkollegen und zeigen, warum das Winward-Trio an diesem Tag kaum zu schlagen ist.
Jules Gounon, Max Verstappen und Dani Juncadella gewinnen das erste NLS-Rennen 2026.
Bild: Mercedes
"Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so viel Spaß bei einem Rennen gehabt", sagt Haase nach dem Fight und verrät seine Strategie im Duell gegen den viermaligen Formel-1-Champion: "Zähne zusammenbeißen, alles geben – einfach nur Vollgas."
Zwischendurch wird es noch einmal spannend: Der Rowe-BMW #99 kommt durch eine alternative Boxenstrategie nach vorn und trifft auf Jules Gounon. Für kurze Zeit wechselt sogar die Führung. Doch der Angriff verpufft. Eine Kollision im Verkehr bringt dem BMW eine Strafe ein, der Weg für den Mercedes ist frei.

Verstappens Kampfansage fürs 24h-Rennen

Verstappen steigt für den Schluss-Stint noch einmal selbst ins Auto – auch, um weiter Erfahrung bei Fahrerwechseln zu sammeln. Und statt den Vorsprung nur zu verwalten, baut er ihn konsequent aus. Am Ende auf 59,5 Sekunden.
"Für mich war das ganze Wochenende wichtig, um mich ans Auto zu gewöhnen", sagt Verstappen ganz bodenständig nach der Zieldurchfahrt. "Das Team hat es mir wirklich leicht gemacht, mich wohlzufühlen. Das ist eine der verrücktesten Strecken der Welt – und die 24 Stunden gehören definitiv zu den Rennen, die man gewinnen will."
Eine echte Kampfansage des Niederländers – verbal und in der Grünen Hölle.