Max Verstappen: Vom F1‑Stress zur Grünen Hölle
Verstappen startet erstmals beim 24h‑Klassiker

Der Saisonauftakt der Formel 1 in Australien lief für Max Verstappen alles andere als rund. Jetzt greift er auf der Nordschleife an.
Bild: Gruppe C
Die aktuelle Formel 1 ist nicht so richtig nach Max Verstappens Geschmack. Nicht nur, dass er nach einem Software-bedingten Unfall im Qualifying nur von Platz 20 losfuhr und am Ende nur Sechster wurde. Auch die neue Fahrzeuggeneration verhagelt dem viermaligen Weltmeister den Spaß an seiner einst so geliebten Königsklasse.
Deshalb sucht er sich seine motorsportliche Erfüllung jetzt woanders. Mittlerweile steht offiziell fest: Verstappen wird 2026 erstmals bei den 24 Stunden Nürburgring (14.-17. Mai) an den Start gehen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister (2021 bis 2024) stellt sich damit einer der größten Herausforderungen im internationalen Motorsport: der legendären Nürburgring-Nordschleife.
Der Niederländer tritt im Mercedes-AMG Team von Verstappen Racing unterstützt von Red Bull an. Gemeinsam mit Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella teilt er sich einen Mercedes-AMG GT3. Für Verstappen ist der Start ein Herzensprojekt. Schon seit dem vergangenen Jahr arbeitet er gezielt auf dieses Projekt hin, machte 2025 ohne Starallüren seine Nordschleifen-Fahrerlaubnis und gewann bereits das letzte NLS-Rennen.

Gemeinsam mit Lucas Auer, Jules Gounon und Daniel Juncadella teilt Max Verstappen sich einen Mercedes-AMG GT3.
Bild: Red Bull Content Pool
Wichtig für deutsche und niederländische Fans: Bereits am 21. März – zwischen den Rennen in China und Japan – kehrt der Red Bull-Star an die Nordschleife zurück und tritt mit seiner Crew beim zweiten Lauf zur NLS an.
Schwieriger Auftakt in Australien
Die offizielle Bestätigung des kleinen Privatausflugs in die „Grüne Hölle“ dürfte den Ex-Champion auch von seinen aktuell etwas lästigen Formel-1-Verpflichtungen ablenken. In der Königsklasse kann sich Verstappen nicht so recht in die Rolle des Energiemanagers einfügen.
Zumal die Batterie in seinem Red Bull auch am Rennsonntag zickte, wie jetzt rauskam. Hintergrund: Am Start machte er kaum Plätze gut, weil der Saft fehlte.

Der Saisonauftakt der Formel 1 in Australien lief für Max Verstappen alles andere als rund.
Bild: Red Bull Content Pool
„Es war schrecklich, ich hatte überhaupt keine Batterie mehr“, verrät Verstappen. „Irgendwie habe ich während der Formationsrunde die komplette Batterie aufgebraucht. Ich weiß nicht, wie das passiert ist, aber beim Start stand die Batterie bei null. Es gab also überhaupt keine zusätzliche Leistung.“
Kritik an neuen Formel-1-Regeln
Trotzdem sieht Verstappen sein Team grundsätzlich konkurrenzfähig. „Das Auto ist eigentlich ganz gut, wir wissen, dass Potenzial drinsteckt. Auch auf der Motorseite sind wir nicht schlecht“, räumt er ein. „Unsere Probleme sind ungefähr zur Hälfte beim Chassis und zur Hälfte beim Motor zu suchen. Das ist nichts Schockierendes.“
Gleichzeitig bleibt der Niederländer einer der schärfsten Kritiker der neuen Formel-1-Regeln. „Ich bin sehr negativ gegenüber diesen Regularien“, sagt der Niederländer offen. „Aber ich bin stolz auf mein Team und auf unsere Motorenleute. Sie haben wirklich fantastische Arbeit geleistet.“
Mit dem Start beim Nürburgring-Klassiker wartet nun schon bald eine völlig andere Herausforderung und für Verstappen eine der legendärsten Strecken der Motorsportwelt.
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