Mazda MX-5
Das Auto meines Lebens

Die einfachen Dinge sind die schönsten im Leben. Wie der MX-5, der 1990 seine Karriere als Japans automobiler Popstar startet. Weil er ehrlich ist, hautnah und günstig – ein Glücksfall für viele Cabriofans.
- Joachim Staat
Die wichtigen Begegnungen im Leben haben ihre Vorgeschichte. Meine mit dem MX-5 war dramatisch. Der Alfa Spider abgebrannt, das Bein gebrochen, Freundin weg. Da rief Gerd an: "Willst du meinen MX-5-Kaufvertrag?" Schlucken. "Wann ist Liefertermin?" Er: "In zwei Wochen." Das gebrochene Bein heilte in wenigen Stunden, nur von Luft und freudiger Erwartung. Der rote Japaner war im Juli 1990 das heißeste Auto der Stadt: begehrt, begafft, ein Auto vom anderen Stern. Es gab damals keinen neuen Roadster für 35.500 Mark, wildfremde Leute riefen mir Kaufgebote zu.
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Bild: Markus Heimbach
Ein Korso zum Geburtstag: Der Roadster-Rekord
Spider war gestern, scusi! Das war die Neuzeit! Ein MX-5 ist einfach, nahrhaft wie Schwarzbrot mit Butter – muss jeder mal probieren. Klar, mein Sommertraum hatte Macken. Der Alfa klang um Oktaven besser. Die ersten 150 Kilometer Autobahn rüttelten mir tief ins Hirn, was "Roadster" übersetzt heißt: Zähne zusammenbeißen. Dazu tanzte das Licht der Schlafaugen-Scheinwerfer wie betrunken. Was damals nervte, sehe ich heute als Folklore der Ur-Version. Als wir uns 20 Sommer später wiedertrafen, war alles sofort wieder da. Die Freude über den unpeinlichen Auftritt des MX-5, so einfach, ohne Show. Und bis heute faltenfrei. Schön, zu spüren, dass sich manche Gefühle nie verändern.
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