McLaren F1: Auktion
10 Millionen Dollar teurer – in nur sechs Jahren!

Bild: Courtesy of RM Sotheby´s
Als McLaren Anfang der 90er den F1 vorstellte, war sofort klar: Dieses Auto fährt in einer eigenen Liga. Ein 6,1-Liter-V12 von BMW, 627 PS, Handschaltung, Zentral-Sitzposition – dazu ein Monocoque aus Carbon, Goldfolie im Motorraum zur Hitzereflexion und aktive Aerodynamik. Der F1 war ein Technologieträger, ein Ausrufezeichen und ein Mythos auf Rädern.
Zwischen 1993 und 1998 entstanden nur 106 Exemplare, davon 64 für den Straßenverkehr. Jeder F1 wurde individuell gefertigt, ganz ohne Rücksicht auf Kosten. Schon damals war er sündhaft teuer – doch was sich seitdem getan hat, übersteigt selbst kühnste Erwartungen.
McLaren F1: Silberpfeil im Dornröschenschlaf
Das nun versteigerte Exemplar trägt die Chassisnummer 062 und wurde 1997 neu ausgeliefert. Lackiert in "Magnesium Silver", mit schwarzer Lederausstattung und grauem Fahrersitz-Einsatz wurde es ausschließlich in Kalifornien bewegt, aber kaum genutzt: Auf dem Tacho stehen gerade mal 6500 Meilen, also rund 10.500 Kilometer.

Flach, breit, brutal: der McLaren F1 in "Magnesium Silver".
Bild: Zach Brehl / Courtesy of RM Sotheby´s
Der Wagen wurde stets gepflegt, gewartet und sogar vorsichtig modernisiert – von McLaren Special Operations (MSO) persönlich. Verbaut wurden unter anderem eine neue Klimaanlage, moderne Kühler, ein Aluminium-Tank und ein Titan-Sportauspuff. Alles dezent, ohne den Originalcharakter anzutasten. Auch Bordwerkzeug, Handbücher, Dokumentation und sogar der originale Auspuff sind noch vorhanden.
Vom Supersportler zur Wertanlage
Der McLaren F1 hat längst die Grenzen des reinen Fahrzeugs überschritten. Er ist Sammlerstück, Statussymbol und vor allem Wertanlage. Während viele Supersportwagen aus den 90ern im Preis stagnierten oder verloren, explodierte der Wert des F1 regelrecht.

Cockpit mit Millionenblick: Hier kostet jeder Zentimeter richtig Geld.
Bild: Zach Brehl / Courtesy of RM Sotheby´s
Noch 2019 wurden vergleichbare Fahrzeuge für rund 13 Millionen US-Dollar gehandelt. Seither sind kaum Modelle öffentlich verkauft worden – und wenn, dann zu Spitzenpreisen. Der Markt ist leer, die Nachfrage ungebrochen. Viele Besitzer trennen sich schlicht nicht mehr von ihrem Exemplar.
Die Auktion dieses F1 läuft vom 13. bis 16. August 2025 über das verdeckte Online-Verfahren "RM Sotheby's Sealed". Das bedeutet: keine öffentlichen Gebote, kein Livestream – und möglicherweise bleibt selbst das Höchstgebot unter Verschluss. Trotzdem erwarten Marktkenner einen Preis jenseits der 23 Millionen Dollar. Manche halten sogar 25 Millionen für realistisch. Damit hätte der Wagen in nur sechs Jahren fast zehn Millionen Dollar an Wert zugelegt – ein Plus von rund 77 Prozent.

Mit seinem flachen Aufbau und dem klaren Blick zeigt der F1 pure Angriffslust.
Bild: Courtesy of RM Sotheby´s
Der McLaren F1 wäre damit das wohl wertvollste Serien-Straßenauto der 90er-Jahre. Einzelne Prototypen oder rennsportnahe Unikate haben in seltenen Fällen zwar noch höhere Summen erzielt – aber kein anderes Serienfahrzeug aus diesem Jahrzehnt liegt auf diesem konstanten Niveau. Ein fahrbarer Schatz? Nein – ein rollendes Vermögen mit Sammler-Siegel.
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