Mega-Crash in der DTM

DTM-Lady Hawkey fliegt heftig ab

Was für ein Abflug! DTM-Lady Esmee Hawkey sorgt mit einem Mega-Crash im dritten Saisonrennen für eine Schrecksekunde, bleibt aber unverletzt. Den Sieg holt sich ein Rookie.
Mega-Crash und Schrecksekunde in der DTM! Rookie Esmee Hawkey ist beim dritten Saisonrennen an der spektakulärsten Stelle des Lausitzrings heftig abgeflogen. Die Britin verlor in der Mutkurve „Turn 1“ das Heck ihres Lamborghini Hucaran GT3 Evo. Und war nur nach dem Dreher noch Passagier, als der Bolide in die Streckenmauer einschlug.
Der Crash war nicht ohne: Hawkey schlug die Hände vor ihr Visier, atmete tief durch, musste den Schreck sacken lassen. Die gute Nachricht: Die 23-Jährige blieb unverletzt. Sie konnte das Medical Center nach einem kurzen Check verlassen. Ihr Lambo? Ist vor allem an der Front Schrott. Bedeutet: Jede Menge Arbeit für T3 Motorsport, um das Auto für Sonntag "fit" zu machen
"Das war ein heftiger Einschlag. Ich bin sehr enttäuscht, dass mein Rennen so beendet wurde. Ich hoffe, dass das Auto nicht zu sehr beschädigt wurde und ich am Sonntag an den Start gehen kann", sagte sie bei Sat.1.
Durch Bodenwelle gedreht
Der Grund für den Abflug ohne Fremdeinwirkung: Sie habe ein Übersteuern gefühlt, erklärte sie: "Ich habe versucht, zu lupfen und das Auto zu retten. Aber eine Bodenwelle hat mich dann gedreht." Früh beendet war das erste Rennen übrigens auch für die zweite DTM-Lady Sophia Flörsch (Abt-Audi). Ihr unterlief in der Anfangsphase zunächst ein Dreher, ehe sie kurz danach ihren Boliden mit einem Motorproblem abstellen musste.

Rennsieger Philip Ellis.

©Malte Christians

Das Rennen gewann wieder mal ein Rookie: Nach Liam Lawson (AF Corse/Ferrari) und Kelvin van der Linde (Abt/Audi) in Monza siegte nun Neuling Philip Ellis (Winward/Mercedes) vor Lawson und Mike Rockenfeller (Abt/Audi).
Die jungen Wilden mischen also die DTM auf! Der Grund, warum die alten Hasen das Nachsehen haben: Für viele Rookies mag es die erste Saison in der DTM sein, dafür aber die x-te in einem GT3-Auto. Ganz im Gegensatz zum Beispiel zu Routiniers wie Ex-Meister Rockenfeller. Er sagt: "Es hat gedauert, dass ich mich an das neue Auto gewöhnt habe, und ich lerne immer noch."
Kelvin van der Linde führt
In der Gesamtwertung führt weiterhin Kelvin van der Linde (Abt/Audi) mit nunmehr 54 Punkten, er wurde im Rennen Vierter. Zweiter in der Gesamtwertung ist Lawson mit 45 Zählern. Ellis schob sich durch den Sieg mit 33 Punkten auf Gesamtplatz drei vor Formel-1-Ersatzmann Alex Albon (AF Corse), der bei 31 Punkten steht. Erst auf Platz fünf folgt mit 25 Punkten in Lucas Auer (Winward/Mercedes) eine bekannte DTM-Größe. Zurückschlagen können die Routiniers am Sonntag, dann steht das vierte Saisonrennen (ab 13 Uhr in Sat.1) auf dem Programm.
Lausitzring - 1. Rennen:
1. Philip Ellis (Großbritannien) - Mercedes-AMG GT3 53:30,897 Min.
2. Liam Lawson (Neuseeland) - Ferrari 488 GT3 +14,896 Sek.
3. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi R8 LMS GT3 +16,426
4. Kelvin van der Linde (Südafrika) - Audi R8 LMS GT3 +19,983
5. Alexander Albon (Thailand) - Ferrari 488 GT3 +20,477
6. Lucas Auer (Österreich) - Mercedes-AMG GT3 +21,914
7. Marco Wittmann (Fürth) - BMW M6 GT3 +22,658
8. Esteban Muth (Belgien) - Lamborghini Huracan GT3 +24,221
9. Sheldon van der Linde (Südafrika) - BMW M6 GT3 +24,863
10. Maximilian Buhk (Dassendorf) - Mercedes-AMG GT3 +25,511
11. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M6 GT3 +37,859
Ausfälle:
Sophia Flörsch (Grünwald) - Audi R8 LMS GT3 (5. Rd.)
Maximilian Götz (Uffenheim) - Mercedes-AMG GT3 (11. Rd.)
Esmee Hawkey (Großbritannien) - Lamborghini Hurracan GT3 (2. Rd)
Fahrerwertung
1. Kelvin van der Linde, 54 Punkte
2. Liam Lawson, 45
3. Philip Ellis, 33
4. Alex Albon, 31
5. Lucas Auer, 25
6. Nico Müller, 24
7. Mike Rockenfeller, 22
8. Maximilian Götz, 20
9. Marco Wittmann, 20
10. Sheldon van der Linde, 18
Teamwertung
1. Audi Sport Team Abt Sportsline, 76 Punkte
2. Mercedes-AMG Team Winward, 58
3. Red Bull AF Corse, 45
4. AlphaTauri AF Corse, 31
5. Audi Sport Team Rosberg, 24

Autor: Andreas Reiners

Fotos: DTM

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