Mehrwertsteuersenkung: Das müssen Sie beachten

Mehrwertsteuersenkung beim Autokauf

So profitieren Sie beim Autokauf von der Mehrwertsteuersenkung!

Bis Ende des Jahres gilt die ermäßigte Mehrwertsteuer auch beim Autokauf. Ein 30.000-Euro-Auto kostet also noch 29.244 Euro – theoretisch. Das müssen Sie beachten, um Autos wirklich günstiger zu bekommen!
Mit dem gesenkten Mehrwertsteuersatz will der Bund die Autoverkäufe ankurbeln. Im Prinzip sollen Käufer direkt von drei Prozent weniger Mehrwertsteuer profitieren. Ein 30.000-Euro-Auto kostet jetzt also nur noch 29.244 Euro. Doch so einfach ist das nicht.
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Händler sind nicht verpflichtet, die Ersparnis weiterzugeben

"Kein Händler ist verpflichtet, die Ersparnis an den Kunden weiterzugeben", sagt Stefan Schmidt, Steuerberater aus Hannover und Dozent für Steuerrecht. Sprich: Er kann das Auto weiterhin für 30.000 Euro anbieten und streicht einfach mehr Marge ein. Und was gilt, wenn der Wagen bereits vor dem 1. Juli und somit zum normalen Steuersatz von 19 Prozent bestellt wurde, aber jetzt erst zum Kunden kommt? "Entscheidend ist immer das Lieferdatum, nicht das Vertragsdatum", sagt Schmidt. "Der Händler muss dann also nur 16 Prozent Mehrwertsteuer berechnen, obwohl 19 Prozent im Kaufvertrag stehen."

Im Zweifel beim Anwalt erkundigen

Ob der Kunde ein Anrecht darauf hat, diese Mehrwertsteuerersparnis zu bekommen, hängt vom Einzelfall ab. Schmidt: "Hat der Kunde vor dem 1. März bestellt, hat er einen Anspruch, dass die Ersparnis weitergegeben wird." Bei Kaufverträgen, die zwischen April und Juni unterschrieben wurden, ist es schwieriger. "Da hängt es davon ab, ob es sich um eine Netto- oder Bruttopreisvereinbarung gehandelt hat." Gewährt der Verkäufer den Nachlass nicht, am besten beim Anwalt erkundigen, rät Schmidt.

Wie geht man mit Rabatt um?

Noch nicht kompliziert genug? Da geht noch was: Haben sich Händler und Käufer vor ein paar Wochen bei einem 40.000-Euro-Auto auf 4000 Euro Rabatt geeinigt, hängt es nun davon ab, ob die Summe pauschal vereinbart wurde oder ob der Händler zehn Prozent Nachlass gewährt hat. Denn in letzterem Fall wären es bei Auslieferung ja zehn Prozent auf den Bruttopreis von nur noch 38.992 Euro. Auch hier: im Zweifelsfall einen Experten zurate ziehen.

Bei Auslieferung im Januar gilt Steuersatz von 19 Prozent

Übrigens gilt der neue Steuersatz auch beim Leasing: Auf die Raten bis Ende des Jahres fallen nur 16 Prozent Steuern an – auch bei schon bestehenden Verträgen. Gleiches gilt für die Einmalzahlung zu Beginn der Laufzeit. Und nicht vergessen: Die Mehrwertsteuersenkung endet am 31. Dezember. "Wer also heute ein Auto bestellt, sollte darauf achten, dass es noch in diesem Jahr geliefert wird", sagt der Steuerexperte. "Denn bei Auslieferung ab Januar sind wieder 19 Prozent fällig." Experte Schmidt hat übrigens eine ganz eigene Meinung zum Thema temporäre Steuersenkung: "Eigentlich müsste jeder Unternehmer seine Preise zurzeit erhöhen, statt sie zu senken, denn der Verwaltungsaufwand ist enorm."
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