Mercedes-AMG GLA 45 S im Test

Mercedes-AMG GLA 45 S im Test

Mercedes-AMG GLA 45 S: Test, Motor, Preis

GLA 45 S: Politisch nicht korrekt, aber auf der Piste eine Granate!

Mit dem aktuell stärksten Großserien-Zweiliter-Vierzylinder wird der Mercedes-AMG GLA 45 S zum echten Geschoss. Das 421-PS-SUV im Test.
Was zum Teufel heißt noch mal AMG? Ach ja, in dieser scharfen S-Kurve weiß ich's wieder: ANDI MUSS GEFÄNGNIS! Die waren so mutig, mir den Schlüssel für den neuen AMG GLA 45 S zu geben, aufgeblasener Zwoliter-Vierzylinder mit unfassbaren 421 PS, Achtgang-Doppelkupplung, variabler Allrad, bretthart. Und jetzt ist da diese Kurve, in der ich's fliegen lasse, und denke: Wenn jetzt die Rennleitung zuguckt, dann AMG, also Andi muss Gefängnis.

Dank Torque Control liegt der GLA 45 S wie ein Brett

Mercedes-AMG GLA 35/GLA 45 S (2020): Neuvorstellung - Motor - SUV

Mercedes-AMG GLA auch als Einstiegsmodell mit 306 PS

Mercedes GLA, das ist die SUV-Variante auf Basis A-Klasse, 4,44 Meter kurz, seit der zweiten Generation ordentlich Platz auch im Fond, 435 bis 1430 Liter Kofferraum. Aber das wollen Sie gar nicht wissen. Was Sie wissen sollten: Es gibt den 35 mit 306 PS (ordentlich), den 45 mit 387 Pferdchen (wow) – und den 45 S mit 421 Pesen (Krawall und Remmidemmi!). Und wir müssen darüber reden, warum sich diese spitze Kurve nicht nach 1,59 Meter Fahrzeughöhe angefühlt, warum dieses 1765-Kilo-Kraftpaket nicht gewankt, sondern allenfalls an der Hinterachse getanzt hat. Das Zauberwort heißt Torque Control, es geht um die Drehmomentverteilung. In Windeseile werden die Antriebsmomente auf Vorder- und Hinterachse und da auch noch zwischen den beiden Rädern verteilt, das geschieht elektromechanisch.

Die Fahrleistungen liegen auf Sportwagen-Niveau

Sport-SUV: Der GLA 45 S geht in 4,3 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 270 km/h.

Das Resultat ist ein derart agiles Handling, wie man das bei einem SUV nie erwarten würde. Die Jungs von AMG haben den GLA mächtig aufgerüstet, um eine derart verwindungssteife Granate draus zu machen: Karosserie-Rohbau versteift, Diagonalstreben vorn und hinten, unterm Motor ist statt einer Kunststoff-Abdeckung eine verschraubte Aluminium-Platte. Das alles macht den AMG-GLA steif, und uns fließen die Tränen der Ergriffenheit seitwärts ab. 4,3 Sekunden auf 100 km/h, 270 Sachen Spitze, der Doppelkuppler schaltet sauschnell (geht auch mit Wippen am Lenkrad), die Lenkung ist so direkt, als freute sie sich noch mehr auf die nächste Kurve als du. Und Sie wollen wissen: Nervt das nicht auf Dauer?
Ja, wenn Sie vergessen, den Sport- oder Race-Modus abzustellen. Nein, wenn Sie auf Comfort gehen. So wird der Krawallo (fast) zum normalen GLA, den Sie ganz smooth bewegen können mit einstelligem Verbrauch. Aber ist das noch wichtig bei 66.642 Euro?
Das Fazit: Ja, ist politisch nicht korrekt, der AMG-GLA. Aber gönnt uns diesen Spaß! Das Fahrwerk ist Hammer, der Motor zornig. Nur der Auspuff klingt nach Metal ohne Heavy. AUTO BILD-Testnote: 2
Technische Daten Mercedes-AMG GLA 45 S 4Matic+ • Motor: Vierzylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum: 1991 cm³ • Leistung: 310 kW (421 PS) bei 6750/min • max. Drehmoment: 500 Nm bei 5000/min • Antrieb: Allrad, 8-Gang-Doppelkupplung • Länge/Breite/Höhe: 4436/2020/1588 mm • Leergewicht: 1765 kg • Kofferraum: 435–1430 l • 0–100 km/h: 4,3 s • Vmax: 270 km/h • Verbrauch (WLTP): 9,4 l/100 km SP • Abgas CO2: 214 g/ km • Preis ab 66.642 Euro. 

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