Mercedes-AMG GT/Porsche 911: Test
Die Lust-Klasse

Mercedes-AMG GT und Porsche 911 sollen das Auge erfreuen, die Sinne betören und die maximale Lust am Fahren kitzeln. Wer setzt sich besser in Szene?
In dem aktuell vom Audi R8 nicht mehr abgedeckten Preissegment zwischen 100.000 und 150.000 Euro macht sich nun der Mercedes-AMG GT breit. Die Schwaben schickten letztes Jahr einen klassisch geschnittenen Zweisitzer ins Rennen, der sich an der Ikone aus Zuffenhausen abarbeiten und potenzielle Käufer überzeugen soll, ins Mercedes-Lager zu wechseln. In seiner aktuellen Prägung geht der Elfer wie schon so viele den Weg des Downsizings und stellt dem auf drei Liter reduzierten Hubraum eine doppelte Turboaufladung zur Seite.
Bei den Leistungsdaten ist der AMG GT dem Elfer überlegen

Starke Basis: Der V8 im Mercedes-Bug schickt 462 PS und 600 Newtonmeter an die Hinterräder.
Bild: Ronald Sassen
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Im Porsche geht sportlicher Fahrspaß richtig ins Geld

Krasse Preisansage: In kompletter Performance-Montur kostet der 911 Carrera S 138.577 Euro.
Bild: Ronald Sassen
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Doch inwieweit flairt der Carrera dabei noch mit einem turbogeladenen Boxer? Mit dem Turbo zeigt Porsche dagegen schon seit über 40 Jahren, dass man das Aufladungs-Thema mittlerweile bis zur Perfektion beherrscht. Anders als das PS-Oberhaupt der Familie, das ganz ungeniert auf Drehmoment-Bestie macht, sollen die Carrera-Modelle jedoch auch ihren Saugmotor-Vorgängern Tribut zollen.
Weitere Details zum Vergleich der beiden Sportcoupés finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Online-Heftarchiv.
Fazit
Über die Jahre hinweg hat sich der Porsche 911 immer mehr zu Mr. Perfect entwickelt: immer schneller und gleichzeitig auch immer fahrbarer. Es ist schon fast erschreckend, wie schnell der neue Elfer auf der Rennstrecke geworden ist – der große Bruder Turbo S ist schon in Sichtweite. Auf der Strecke geblieben sind dabei allerdings ein Stück weit die Emotionen. Sein neuer Sechszylinder-Boxer mit Turboaufladung geht zwar phänomenal, sein Sound erreicht jedoch nicht mehr das Boxersägen-Niveau von früher. Emotional macht der AMG GT mit seinem angedeuteten Oldie-Look, dem grandiosen Sound und dem leger-präzisen Handling deutlich mehr an. Was dagegen die Rennstrecken- Performance – zumindest auf dem Sachsenring – angeht, ist ihm der 911 ein gutes Stück voraus.
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