Mercedes-AMG GT S/Porsche 911 GTS: Test
Ritt mit den Höllenhunden

Es gibt derzeit nichts Heißeres: 510-PS-Benz gegen 430-PS-Porsche – ein Duell der neuen Tiefflieger AMG GT S und 911 GTS.
- Georg Kacher
Video: Mercedes AMG GT S
So fährt der AMG GT S
Beim Design lässt der Mercedes keine Fragen offen

Klare Ansage für die linke Spur: Die Optik des GT S verströmt reichlich Platz-da-Anspruch.
Bild: Tom Salt
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Im Porsche ist jederzeit reichlich Grip vorhanden

Dynamisch: Am Kurvenausgang macht der Porsche mit seiner Klettverschluss-Traktion Boden gut.
Bild: Tom Salt
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Die Silvretta-Nordseite mit den vielen Erste-Gang-Kehren, der welligen Fahrbahn und den schlecht einsehbaren Kurven favorisiert den Porsche. Obwohl er noch üppiger bereift ist als der Mercedes, liegt der 911 souveräner auf der Straße, steckt Unebenheiten lockerer weg und fährt flinker um enge Ecken. Der GTS will auf Zug gefahren werden – ohne harte Lastwechsel, immer früh am Gas und mit wohldosiertem Lenkeinschlag.
Die Entscheidung zwischen den beiden dürfte schwerfallen

Der Porsche wirkt etwas geschliffener als der Mercedes – kaufen sollte man am besten aber gleich beide.
Bild: Tom Salt
Den beweist ausgerechnet der Elfer als GTS. Er glänzt mit charismatischem Motor, intuitiver Lenkung, geschmeidigem Fahrwerk, tollen Bremsen und einem traumhaften Handling. Nach 564 Kilometer Almrausch und Kurvenzauber bleibt uns schließlich nur eine Erkenntnis: Sofort her damit! Koste es, was es wolle. Und am besten beide.
Fazit
Der Porsche wirkt fokussierter, wendiger, ausgewogener – trotz uralten Heckmotor-Prinzips erstaunlich reif und gefestigt. Der AMG GT S ist eng und breit, aggressiv im Auftritt und in den Fahreigenschaften. Doch er geht wie die wilde Wutz, will jede Kurve neu zugeritten werden, ist Herausforderung und Erfüllung zugleich. Auf ihre Art begeistern beide.
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