Erst 2021 soll der Mercedes-AMG One ausgeliefert werden. Das hat der hochrangige AMG-Manager Michael Knöller gegenüber dem US-Magazin Road & Track bestätigt. Die Kunden des Hypercars wurden bereits über die Verzögerung informiert. Zur Erinnerung: Bei der Premiere der seriennahen Studie "Project One" auf der IAA 2017 wurde noch verkündet, dass die auf 275 Stück limitierte und 2,75 Millionen Euro teure Serienversion 2019 kommen soll. Trotz der Verzögerung können die Kunden aufatmen: Mercedes-AMG hat den One jetzt erstmals mit voller Motorleistung auf die Rennstrecke geschickt!

Die Serien-Anpassungen sind schwieriger als gedacht

Der Mercedes-AMG One bekommt endlich die volle Leistung
Wegen Problemen mit der Einhaltung der Emissionsstandards verzögert sich der Marktstart des AMG One.
Grund für die Verzögerung sei der sehr schwierige und langwierige Prozess, die komplexe und exotische Formel 1-Technik für die Straßenzulassung hinzubekommen. Besonders eine Sache bereitet den AMG-Ingenieuren Kopfschmerzen: Bei den für die Zulassung benötigten Abgastests muss die Leerlauf-Drehzahl des 1,6-Liter-V6 bei konstanten 1200 Umdrehungen liegen. Bei Abweichungen kann kein verlässlicher Wert ermittelt werden. In der Formel 1 hingegen liegt die Drehzahl in der Boxengasse mit 5200 Umdrehungen in einer Region, die für den öffentlichen Straßenverkehr unzumutbar wäre. Trotz der Anpassungen soll der V6-Benziner in Kombination mit den Elektromotoren auch in der Serienversion für eine Systemleistung von über 1000 PS sorgen.

Finale Strecken-Erprobungen haben begonnen (Update!)

Der AMG One verspätet sich um zwei Jahre!
Bei den Streckentests geht es um die Erprobung des Antriebs und den Feinschliff an der aktiven Aerodynamik.
Wie Mercedes-AMG verlauten lässt, hat man jetzt einige Vorserienmodelle zur Feinabstimmung auf die hauseigene Teststrecke geschickt. Und zwar erstmals mit der vollen Motorleistung von über 1000 PS! Das bedeutet wohl, dass man die Emissionsprobleme in den Griff bekommen hat und die Serienreife in greifbare Nähe rückt. Neben Abstimmungen am Antrieb geht es bei der Rennstreckenerprobung auch um Feinschliff an der Fahrbarkeit und der aktiven Aerodynamik. In nicht allzu ferner Zukunft sollen die AMG-One-Prototypen dann die Nürburgring Nordschleife entern. Es bleibt also weiterhin spannend! Die ersten Kundenfahrzeuge dürften dann im Verlauf des Jahres 2021 ausgeliefert werden.

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Die wichtigsten Fakten zum Mercedes-AMG Poject One
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