Mercedes C 63 AMG Coupé Edition 507: Gebrauchtwagen
C 63 AMG Edition 507 im Neuzustand zu verkaufen

Der Mercedes C 63 AMG Edition 507 ist ein Sondermodell mit Teilen aus dem SLS AMG. Gute 507er sind Mangelware, doch dieses Coupé hat nur 5000 Kilometer auf dem Tacho!
Bild: Autohaus EuroCar Landshut GmbH
Der Mercedes C 63 AMG der Baureihe 204 ist eine Legende. Er ist vermutlich DAS Auto, das den größten Anteil am Kultstatus von AMG hat. Ein Kultstatus, der nur zwei Modellgenerationen C 63 später erheblichen Schaden genommen hat, aber das ist ein anderes Thema. In diesem Artikel geht es schließlich um den originalen C 63 AMG – nur echt mit dem 6,2-Liter-V8-Sauger!
Die Geschichte des C 63 beginnt im Jahr 2007, als man in Affalterbach entschied, den monströsen 6208 cm³ großen V8-Saugmotor (M 156) in die eigentlich biedere C-Klasse zu verpflanzen. Das Ergebnis war eine Limousine (später auch ein T-Modell), die dank 457 PS und 600 Nm vor Kraft kaum fahren konnte und dabei optisch – bis auf dezente Veränderungen wie Powerdomes, ausgestellte Radhäuser und einen Vierrohr-Auspuff – zurückhaltend blieb, erst recht für heutige Verhältnisse.

Die schwarzen Leder/Mikrofaser-Sitze und das Alcantara-Lenkrad gehörten zum Serienumfang.
Bild: Autohaus EuroCar Landshut GmbH
Und das Rezept "großer Motor im Brot-und-Butter-Benz" funktionierte, denn der C 63 AMG verkaufte sich vom Start weg gut und ebnete somit den Weg für das legendäre Kürzel. Die letzten C 63 AMG der Baureihe 204 wurden erst 2015 ausgeliefert, wobei das Topmodell über die Jahre mehrere Überarbeitungen erhielt, darunter auch die Einführung des Performance Package, das die Leistung auf 487 PS anhob, obwohl AMG der Konkurrenz von Audi und BMW leistungstechnisch zu dieser Zeit sowieso schon überlegen war.
2013 kam das Sondermodell Edition 507
Ende 2011 wurde mit dem C 63 AMG Black Series die Krönung der Baureihe präsentiert. Alle 600 Exemplare waren innerhalb von 24 Stunden verkauft und sind bis heute gesuchte Sammlerstücke. Doch der Black Series war nicht das einzige Sondermodell des C 63 AMG, denn auf dem Autosalon Genf 2013 enthüllte Mercedes mit dem Edition 507 den eigentlichen Abschluss der Baureihe. Angeboten wurde das Sondermodell in allen drei Karosserievarianten (Limousine, T-Modell und Coupé) – und der Name war Programm!

Für das Sondermodell wurde der legendäre V8-Sauger mit zahlreichen Teilen aus dem SLS AMG optimiert. Die Ansaugbrücke ist beim Sondermodell "titangrau" lackiert.
Bild: Autohaus EuroCar Landshut GmbH
Dank Zutaten wie Schmiedekolben, Pleuel und Leichtbau-Kurbelwelle vom Mercedes SLS AMG steigt die Leistung der Edition 507 um weitere 20 PS und zehn Newtonmeter auf 507 PS und 610 Newtonmeter Drehmoment. Auf Tempo 100 sollen die Editionsmodelle nun jeweils 0,1 Sekunden schneller sein als die Modelle mit Peformance Package. Limousine und Coupé schaffen diese Disziplin in 4,2 Sekunden, der Kombi benötigt 4,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 280 km/h begrenzt. Ein netter Touch: Jedem Kunden, der einen C 63 AMG Edition 507 bestellte, wurde ein Gutschein für die Teilnahme an einem Fahrertraining der AMG Driving Academy geschenkt.
Edition 507 ist ein Sammlerstück
Wie viele C 63 AMG Edition 507 letztendlich gebaut wurden, ist nicht bekannt, doch es ist durchaus denkbar, dass das Sondermodell ähnlich rar oder womöglich sogar seltener ist als die Black-Series-Version, von der der 507 übrigens die Motorhaube übernommen hat. Logisch, dass Mercedes- und AMG-Sammler das Potenzial des Sondermodells längst erkannt haben – einen C 63 AMG Edition 507 gibt es schon längst nicht mehr zum Schnäppchenpreis. Was streng genommen mittlerweile für alle C 63 AMG 204 gilt – zumindest für die gepflegten Exemplare.
Das Mercedes C 63 AMG Coupé Edition 507, das aktuell beim "Autohaus EuroCar Landshut GmbH" angeboten wird, ist aber etwas ganz Besonderes und dürfte vor allem für Sammler interessant sein. Zuerst einmal handelt es sich bei diesem Exemplar um ein deutsches Auto aus zweiter Hand. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn viele Edition 507 sind Reimporte. Das eigentliche Highlight ist aber die Laufleistung: Seit seiner Erstzulassung im September 2013 wurde der AMG nur 5169 Kilometer gefahren. Was für Autofans eine Schande ist, ist für Sammler so was wie der Jackpot.
Einen derart jungfräulichen C 63 AMG mit einer durchschnittlichen jährlichen Fahrleistung von gerade einmal 431 Kilometern zu finden, grenzt schon an ein Wunder. Dass es sich in diesem Fall auch noch um einen gesuchten Edition 507 handelt, macht das Angebot nur noch interessanter. Ebenfalls gut ist, dass der AMG trotz der mickrigen Fahrleistung laut Händler ausschließlich und regelmäßig bei Mercedes zum Service war.
Der einzige mögliche Kritikpunkt für Originalitätsfanatiker: Ausgeliefert wurde der C 63 in der Außenfarbe "Obsidianschwarz Metallic" (Farbcode 197), wurde jedoch nachträglich mit einer matten Steinschlagschutzfolie, besser bekannt als PPF, überzogen, um den Original-Lack zu schützen. Hierbei handelt es sich demnach nicht um die einst teure, aber auch anfällige Magno-Lackierung von Mercedes. Wem der Look in Mattschwarz nicht gefällt, der kann die Folie (hoffentlich) rückstandslos entfernen.

Die Motorhaube mit den zusätzlichen Öffnungen stammt vom C 63 AMG Black Series und soll für eine bessere Abfuhr der Wärme sorgen.
Bild: Autohaus EuroCar Landshut GmbH
Die Ausstattung lässt praktisch keine Wünsche offen, was auch daran liegt, dass das Sondermodell ab Werk bereits mit Features wie dem AMG Driver's Package, Innenausstattung in Designo Leder/Mikrofaser Dinamica, schwarzen Applikationen sowie 19-Zoll-Schmiederädern, die exklusiv dem 507 vorbehalten waren, ausgeliefert wurde. Letztere waren serienmäßig in "Titangrau" ausgeführt, wurden bei diesem Exemplar aber gegen das gleiche Rad in Mattschwarz zum Aufpreis von damals 585 Euro getauscht. Weitere optionale Extras sind das Memory Paket, das Premium Paket, ein Glasdach und mehr.
So viel soll der C 63 kosten
So ausgestattet dürfte der Basis-Neupreis des C 63 AMG Coupé Edition 507 von 85.085 Euro im Jahr 2013 auf knapp 100.000 angestiegen sein. Zwölf Jahre später soll das C 63 Coupé 132.890 Euro kosten, womit es sogar teurer ist als die billigsten C 63 AMG Black Series. Ein kurzer Check zeigt: Viele C 63 AMG Edition 507 werden aktuell nicht verkauft. Unter den angebotenen Fahrzeugen ist die Preisspanne dabei auffallend groß. In Deutschland gibt es die günstigsten 507 ab etwa 45.000 Euro, im europäischen Ausland sind sie teilweise noch günstiger.
Wirklich gute Exemplare sind aber kaum noch zu finden, denn neben den angesprochenen Reimporten, gibt es auch auffällig viele Autos mit reparierten Unfallschäden. Gute Fahrzeuge mit rund 100.000 Kilometern starten bei etwa 70.000 Euro.
Wer jedoch einen jungfräulichen C 63 AMG Edition 507 sucht, muss hier zuschlagen – oder aber beim Mercedes-Spezialisten Mechatronik, der aktuell eine C 63 AMG Limousine als Edition 507 mit rund 10.000 Kilometern im Angebot haben. Kostenpunkt: 101.150 Euro, also auch kein Schnäppchen.
Fazit
Das Sondermodell Edition 507 ist dank Teilen aus dem SLS fast so stark wie ein Black Series, dabei optisch aber deutlich dezenter – und auf Wunsch auch als T-Modell erhältlich. Das hier gezeigte Exemplar ist aufgrund der niedrigen Laufleistung natürlich nur etwas für Sammler. Ich würde nach einem gepflegten Exemplar mit rund 100.000 Kilometern Ausschau halten und einige Zehntausend Euro sparen. Auf längere Sicht dürfte das Sondermodell auch nicht mehr günstiger werden.
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