Shooting Brake – so nannte man früher Fuhrwerke zum Zähmen wilder Pferde: eine simple Kutsche mit leichtem Aufbau und dem einzigen Zweck, den Widerstand der Vierbeiner zu brechen. Das jüngste Pferd aus dem Mercedes-Stall heißt ebenfalls Shooting Brake, ist aber aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Der CLS Shooting Brake verkörpert eine elegante Mixtur aus Coupé und Kombi, mit der die Stuttgarter erneut Pionierarbeit leisten – nachdem sie bereits 2004 mit dem Launch des CLS als erstes viertüriges Coupé Neuland betraten. Während die Front sich nicht von der des Viertürers unterscheidet, ist die Seitenansicht ein Novum: schmale Fenster, rahmenlose Scheiben und ein bis zum Heck durchgezogenes Dach, das nahtlos in die Hecklappe übergeht. Mit einer Länge von 4,96 Metern, 1,88 Metern Breite und 1,41 Metern Höhe bietet der CLS Shooting Brake trotz schnittiger Form familientaugliche Platzverhältnisse und ein Ladevolumen von 590 bis 1550 Liter.

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Mercedes CLS Shooting Brake
Das edle "designo"-Paket beinhaltet u. a. einen Ladeboden aus Kirschbaumholz.
Zum Marktstart im Oktober 2012 (Premiere auf dem Autosalon Paris im September) bietet Mercedes das elegante Kombi-Coupé mit vier Motoren an. Den Einstieg bildet der 204 PS starke CLS 250 CDI, der den CLS in 7,3 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und im Schnitt nur 5,3 Liter Diesel verbrauchen soll. Darüber rangiert der V6-Diesel CLS 350 CDI (265 PS). Bei den Benzinern haben Kunden die Wahl zwischen dem CLS 350 mit 306 PS starker V6-Maschine und dem vorläufigen Topmodell CLS 500. Sein Biturbo-V8 leistet 408 PS. Die starken Diesel und Benziner bietet Mercedes auch mit Allrad an. Innen können CLS-Käufer zwischen fünf Interieurfarben, drei Lederqualitäten und drei Holzfurnieren (Wurzelnuss, Esche, Pappel) wählen. Optional ist das Edel-Paket "designo", das auch einen Ladeboden aus Kirschholz beinhaltet.

Von

Jan Kretzmann