Mercedes E 500 (2007) gebraucht zum kleinen Preis
Mercedes E-Klasse mit V8 unter 10.000 Euro

Vor 16 Jahren hat dieser Mercedes E 500 knapp 80.000 Euro neu gekostet. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden für die optisch dezente Limousine weniger als 10.000 Euro aufgerufen!
Bild: Simons Automobile
Keine ausladenden Schürzen, keine Verspoilerungen, keine Fake-Endrohrblenden und gemessen an heutigen Maßstäben fast schon mickrige 17-Zoll-Felgen, dafür ein großer V8 unter der Haube. Dieser Mercedes E 500 stammt aus einer Zeit, als Kunden noch das bekommen haben, was auf dem Kofferraumdeckel stand!
Händler "Simons Automobile" hat einen Mercedes E 500 der Baureihe W 211 im Angebot, der auf den ersten, schnellen Blick auch locker als E 200 CDI durchgehen könnte. Doch statt eines kleinen 2,2-Liter-Vierzylinder-Diesels steckt ein gewaltiger 5,5-Liter-V8 unter der Haube. Bei diesem Mercedes haben die Kunden sogar noch mehr Hubraum bekommen, als das Kürzel versprach.
In einer Zeit, wo in der oberen Mittelklasse selbst Sechszylinder die Ausnahme sind, und ein Mercedes-AMG C 63 einen elektrifizierten Vierzylinder unter der Haube hat, ist ein großvolumiger Achtender in einer E-Klasse eine Wohltat für viele Autofans.

Die Elegance-Ausstattung und 17-Zoll-Felgen im Elf-Speichen-Design gab es beim E 500 serienmäßig.
Bild: Simons Automobile
Als Mercedes die E-Klasse der Baureihe 211 im Jahr 2002 präsentierte, waren rund zwei Milliarden Euro in die Entwicklung des Nachfolgers des 210 geflossen. Von Beginn an war der Zwoelfer ein Erfolg. Daran sollten auch die anfällige elektrohydraulische SBC-Bremse und undichte Leitungen bei frühen Dieselmodellen nichts ändern.
Modellpflege im Jahr 2006
Mit der großen Modellpflege im Jahr 2006 entfiel die SBC-Bremse und Mercedes kehrte zu einem konventionellen Bremssystem zurück. Darüber hinaus gab es einige optische Überarbeitungen, die allerdings sehr dezent ausfielen. Fans behaupten, dass die Front der modellgepflegten E-Klasse spitzer zuläuft.
M 113 oder M 273?
Zu Beginn wurde der E 500 mit dem legendären M 113 (5,0-Liter-V8) und 306 PS ausgeliefert, ehe er mit der Modellpflege gegen den größeren M 273 mit 5,5 Litern Hubraum getauscht wurde. Die Leistung stieg auf 388 PS und 530 Nm (zuvor 460 Nm). In diesem Zuge erhielt auch die neuere 7G-Tronic Einzug. Wer den E 500 jedoch mit dem Allradantrieb 4Matic orderte, bekam die bewährte Fünfgangautomatik.

Trotz 200.000 Kilometern sieht der Innenraum nicht mitgenommen aus.
Bild: Simons Automobile
200.000 Kilometer Laufleistung
Genau solch ein Mercedes E 500 4Matic aus dem Baujahr 2007 wird in Rheine angeboten. Der 211er stammt aus erster Hand (zwei Briefeinträge) und wurde in den letzten gut 16 Jahren rund 200.000 Kilometer bewegt. Laut Verkäufer ist die Limousine in der klassischen silber/schwarzen Farbkombination sehr gepflegt. Kleiner Funfact am Rande: Iridiumsilber Metallic war die mit Abstand beliebteste Außenfarbe beim 211er.
Die Ausstattung des hier angebotenen E 500 ist ordentlich, wobei die Limousine weit entfernt von einer Vollausstattung ist. Zu den beim E 500 serienmäßigen Features wie Klimaautomatik und elektrisch verstellbaren Sitzen bestellte der Erstbesitzer einst das (kleine) Audio Navigationssystem 50 APS, CD-Wechsler, Bi-Xenon-Scheinwerfer Intelligent Light System, Einparkhilfe vorne und hinten, Sitzheizung, Metallic-Lackierung und eine Lederausstattung.
Ehemaliger Neupreis von knapp 77.000 Euro
So konfiguriert lag der Neupreis 2007 bei knapp 77.000 Euro. Der Basispreis des E 500 betrug damals 64.498 Euro (E 500 4Matic ab 66.878 Euro). 16 Jahre und 200.000 Kilometer später hat die E-Klasse rund 67.000 Euro an Wert verloren, denn angeboten wird der unfallfreie E 500 für 9990 Euro.
Zwar gibt es auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch günstigere Mercedes E 500 aus diesem Baujahr, jedoch sind die nicht selten verbastelt (gerne mit Vierrohrabgasanlage) und haben teilweise noch deutlich höhere Kilometerstände.
Dieser E 500 hat zwar keine Vollausstattung, macht auf den Fotos aber einen gepflegten Eindruck und soll eine nachvollziehbare Historie und auch ein Scheckheft besitzen. Zwar fallen die Unterhalts- und Reparaturkosten hier sicherlich nicht gerade niedrig aus, aber dafür bekommt der neue Besitzer eine optisch dezente Limousine mit V8. Und mal ehrlich: Alleine der Gedanke, dass es in Zukunft nichts vergleichbares mehr geben wird, ist doch schon ein Kaufgrund.
Service-Links











