Mercedes R 63 AMG (2007): Gebrauchtwagen
Kennen Sie den? Mercedes R 63 AMG zu verkaufen

Bild: Sportgarage GmbH
Die Mercedes R-Klasse ist halb Van, halb SUV und in der AMG-Version auch irgendwie noch ein Hauch Sportwagen. Der R 63 ist definitiv eines der skurrilsten AMG aller Zeiten. Dementsprechend selten ist das einstige Topmodell heute. Gepflegte Exemplare sind kaum zu finden!
Was Mercedes damals wohl geritten hat, als sie die Entscheidung fällten, den mäßig erfolgreichen SUV-Tourer (so wurde die R-Klasse offiziell betitelt) als wilde AMG-Version auf den Markt zu bringen. Ein Experiment, das nach hinten losging. Denn während schon die gewöhnliche R-Klasse kein Verkaufsschlager war, wurde der als Kurz- (W 251) und Langversion (V 251) angebotene R 63 AMG zum Ladenhüter.
Offizielle Stückzahlen gibt es nicht (oder vielleicht werden sie auch einfach nicht offengelegt), doch Experten gehen davon aus, dass nur rund 200 R 63 verkauft wurden, ehe die AMG-Version nach nur zwei Jahren vom Markt genommen wurde.

Die intern V 251 genannte Langversion der R-Klasse ist durch die längeren Fondtüren zu erkennen.
Bild: Sportgarage GmbH
Ganz offensichtlich waren die Kunden damals nicht bereit für ein Auto, das mehrere Fahrzeugklassen vereint und von einem brutal klingenden 6208 cm³ großen V8-Sauger mit 510 PS (M 156) angetrieben wird. Trotz eines Leergewichts von 2,2 beziehungsweise 2,4 Tonnen für die Langversion beschleunigt ein R 63 AMG dank 630 Nm in beeindruckenden fünf Sekunden auf 100 km/h und wird erst bei 250 km/h eingebremst.
R 63 als Kurz- oder Langversion
Kombiniert wird der Vortrieb im R 63 mit jeder Menge Platz. Die anfänglich ausschließlich als 4+2-Sitzer angebotene R-Klasse (später war sie auch als 5+2-Sitzer zu haben) trumpft schon in der 4,92 Meter Kurzversion mit einem Kofferraumvolumen von bis zu 2001 Liter auf. Wer die Langversion (5,16 Meter lang) orderte, konnte sogar 2436 Liter Gepäck zuladen.

Ein kurioser Anblick: Der gigantische 6,2-Liter-V8-Sauger passt in den Motorraum der Mercedes R-Klasse.
Bild: Sportgarage GmbH
Doch die R-Klasse hatte auch Schattenseiten, und so wird sie in Mercedes-Werkstätten bis heute als "Reparatur-Klasse" verspottet. Kein Wunder, dass zwischen 2005 und 2017 weltweit gerade mal rund 200.000 Exemplare verkauft wurden, wobei die R-Klasse ab 2012 nur noch in China angeboten wurde.
Nur rund 200 R 63 AMG gebaut
Von diesen 200.000 Fahrzeugen sind nur etwa 200 AMG-Versionen, dementsprechend selten ist es ein Exemplar auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden. Aktuell steht jedoch ein R 63 AMG in der Langversion beim Händler "Sportgarage GmbH" in Nürnberg zum Verkauf – eine seltene Gelegenheit.

Anfänglich bot Mercedes die R-Klasse ausschließlich als 4+2-Sitzer an. Später gab es auch eine Siebensitzer-Konfiguration.
Bild: Sportgarage GmbH
Der angebotene R 63 in der Außenfarbe "Iridiumsilber Metallic" ist ein EU-Fahrzeug mit Erstzulassung Januar 2007 und aktuell 164.000 Kilometern auf dem Tacho. Auf den Inseratsfotos macht der AMG einen gepflegten und unverbastelten Eindruck. Leider wird nicht erwähnt, wie viele Vorbesitzer das Auto hat, dafür wurde zuletzt ordentlich investiert.
Laut Verkäufer wurde der V8-Sauger beim Kilometerstand von 162.000 komplett revidiert. Diese Überholung hat 18.000 Euro gekostet und soll anhand einer Rechnung belegbar sein. Außerdem wurden die Bremsen an der Hinterachse erneuert. Zu den Highlights des serienmäßig bereits sehr gut ausgestatteten R 63 gehören unter anderem: Comand, Fond-Entertainment, TV-Tuner, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Multikontursitze, Einparkhilfe vorne und hinten inklusive Rückfahrkamera, Harman & Kardon Logic7-Soundsystem, sodass der Neupreis bei rund 100.000 Euro gelegen haben dürfte.
17 Jahre später soll der R 63 noch 35.900 Euro kosten, was nach einem fairen Preis klingt. Denn wenn überhaupt mal gepflegte R 63 angeboten werden, kosten diese meist 40.000 Euro und mehr. Für Gewerbetreibende interessant: Die Mehrwertsteuer ist ausweisbar.
Service-Links













