Die Mercedes R-Klasse hat in Deutschland bislang nicht viele Käufer gefunden: Die Zulassungszahlen blieben jedenfalls immer sehr übersichtlich. Kein Wunder also, dass Mercedes sein Crossover-Modell in überarbeiteter Form lieber auf der New York Auto Show (NYAIS) 2010 zeigen, denn jenseits des großen Teiches soll das Dickschiff richtig punkten. Die komplette Front ist neu und baut höher, was nicht zuletzt den Anforderungen des Fußgängerschutzes geschuldet ist. Neben der Motorhaube sind Kotflügel, Kühlergrill und Kühlermaske, Scheinwerfer und Stoßfänger mit Chromunterschutz frisch gestaltet. Auf Wunsch veredelt eine Chromspange mit integriertem LED-Tagfahrlicht in Verbindung mit Bi-Xenon-Scheinwerfern das R-Klasse-Gesicht. Insgesamt wirkt das wie ein Mix aus E- und M-Klasse. Seitlich fallen neue Außenspiegel ins Auge, das Heck läuft mit neuer Stoßfängerverkleidung, geänderten Rückleuchten und integrierten Endrohrblenden aus und lässt die R-Klasse dadurch massiver wirken.

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Mercedes R Facelift
Bild: Werk
Bei den Motoren hat Mercedes Feintuning betrieben, besonders die Diesel sind allesamt sparsamer als vorher. Der R 300 CDI BlueEfficiency benötigt bei gleicher Leistung und verbesserten Fahrleistungen im Vergleich zum Vorgänger mit 7,6 Litern auf 100 Kilometern rund sieben Prozent weniger Treibstoff. Noch kräftiger geht der  R 350 CDI 4Matic zu Werke. Motto: V8-Leistung im V6-Paket. Die Leistung steigt von 224 auf 265 PS. Der Verbrauch soll um 0,8 Liter auf 8,5 Liter/100 km sinken, dabei sorgt ein Drehmoment von 620 Newtonmetern für Bärenkräfte. Entsprechend fallen die Fahrleistungen aus: Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist in 7,6 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 235 km/h.

Extras ohne Ende

Mercedes R Facelift
Bild: Werk
Auf der grünen Welle reitet der R 350 BlueTec mit 224 PS, der dank AdBlue-Abgasreinigung schon jetzt die 2014 kommende Abgasnorm Euro 6 erfüllt und 8,4 Liter Diesel konsumieren soll. Bei den Benzinern sind wie bisher drei Aggregate von 231 bis 388 PS im Angebot, sämtliche Motoren erfüllen die Euro 5-Norm. Wie bisher gibt es die R-Klasse mit kurzem und langen Radstand, bei der Sitzkonfiguration kann der Kunde vier fürstliche Einzelsitze ordern, alternativ fünf oder gar sieben Plätze. Das Gepäckabteil fasst bis zu 1950 Liter bei kurzem Radstand, die Langversion bietet 2385 Liter. Natürlich lässt sich die R-Klasse auch in Sachen Extras nicht lumpen: Unter anderem stehen der Abstandsregel-Tempomat Distronic, die Luftfederung Airmatic mit adaptivem Dämpfungssystem oder der Totwinkelassistent in der Preisliste.