Mercedes S-Klasse (W 126): Gebrauchtwagenmarkt
S-Klasse mit fast 600.000 Kilometer auf der Uhr!

Bild: AutoScout24/Gassmann GmbH
Wer an die Mercedes-Benz S-Klasse denkt, denkt meist an Eleganz, Komfort – und hohe Preise. Das ist auch bei der Baureihe W 126 nicht anders. Doch wie so häufig, bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel – wie dieses Beispiel zeigt: Auf den ersten Blick handelt es sich bei dieser S-Klasse, die zurzeit auf dem AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt zu finden ist, um eine normale Limousine der Luxusreihe.
Doch auf dem Tacho stehen stolze 586.554 Kilometer! Was auf der einen Seite natürlich zu vermehrten Problemen führen könnte, hat auch zumindest eine positive Seite. Schließlich kosten gut erhaltene Exemplare des W 126 500 SE um die 20.000 Euro und mehr. Doch der Händler ruft für diesen Kilometerkönig nur 4900 Euro auf.
Wirft man lediglich einen Blick auf den Modellnamen, die üppige Ausstattung (elektrische Fensterheber, Schiebedach, höhenverstellbarer Fahrersitze usw.) und die hohe Motorisierung, so scheint der Deal ein echtes Schnäppchen zu sein.
Doch mit steigenden Kilometern, steigt auch das Risiko für Schäden am Fahrzeug. Und da die S-Klasse die knapp 600.000 Kilometer vermutlich nicht nur im Sommer, sondern bei Wind und Wetter abgerissen hat, ist wohl auch der Rost nicht weit – insbesondere am Unterboden. Etwas Rost zeigt schon der Kotflügel vorne links, auch scheint die linke Seite einen Unfallschaden zu haben. Denn dort fehlt nicht nur ein Teil des Saccobretts an der hinteren Tür, auch die Fahrertür ist nicht unversehrt geblieben.

Der Recarositz passt nicht zu dem Cruiser mit V8 – befindet sich dafür aber wohl in einem sehr guten Zustand.
Bild: AutoScout24/Gassmann GmbH
An der Fahrtüchtigkeit des 252 PS starken Mercedes ändert dies jedoch nichts. Wer also gerne selbst schraubt und ein Herz für Oldtimer mit einer gewissen Historie hat, kann hier einen echten Schnapper landen. Denn klar ist: Auch mit ordentlich Meilen auf der Uhr und einigen optischen Mängeln, macht die S-Klasse dennoch etwas her.
Der einzige Stilbruch findet sich im Innenraum: Denn der Recaro-Fahrersitz befindet sich zwar offenbar in einem guten Zustand, passt jedoch leider nicht zum restlichen Interieur. Doch so lange das größte Problem ist, einen anderen Fahrersitz aufzutreiben, kann sich der neue Besitzer ziemlich glücklich schätzen!
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