Mercedes SL 65 AMG Black Series (2009) zu verkaufen
670-PS-Mercedes von Formel 1-Teamchef zu verkaufen

Bild: Autocenter Sportive GmbH
Ein V12-Biturbo mit 670 PS, eine um 14 Zentimeter verbreiterte Karosserie und Entfall des Cabriodachs: Das sind die Zutaten des Mercedes SL 65 AMG Black Series. Das nur 350-mal gebaute Sondermodell ist bis heute eines der extremsten Autos mit AMG-Logo und war lange Zeit der stärkste Serien-AMG. Dieses Exemplar in der Außenfarbe "Obsidianschwarz Metallic" befindet sich nicht nur im neuwertigen Zustand, es hat auch einen prominenten Erstbesitzer!
Beim "Autocenter Sportive GmbH" in Bad Schussenried in der Nähe von Ulm wird ein Mercedes SL 65 AMG Black Series angeboten, der einst Mercedes-Teamchef Toto Wolff gehörte. Wolff, der selbst jahrelang Rennfahrer war, ist ein Auto-Enthusiast durch und durch und besitzt oder besaß viele Traumautos. Darunter auch diesen SL 65 AMG Black Series.
Der SLK 55 AMG war der erste Black Series
Black Series steht bei Mercedes traditionell für die extremsten Modellversionen. Eine Tradition, die 2006 mit dem oft vergessenen, aber mittlerweile sehr gesuchten SLK 55 AMG Black Series begann. Ende 2008 kam der SL 65 AMG Black Series auf den Markt. Auf Basis des Mercedes SL der Generation R 230 erschufen sie bei AMG in Kooperation mit HWA ein echtes Monster.

Vom SL 65 Black Series wurden nur 350 Exemplare gebaut. Der Erstbesitzer diesen deutschen Fahrzeugs war Toto Wolff.
Bild: Autocenter Sportive GmbH
Die größte Veränderung war der Entfall des Metallklappdachs. Statt des sogenannten Variodachs wurde ein flacheres CFK-Dach mit integriertem Überrollbügel und verlängerten C-Säulen verbaut. Aus dem Roadster wurde also ein Coupé. Aber das war längst noch nicht alles, denn der ohnehin nicht unbedingt zierliche SL wuchs ordentlich in die Breite. Die vorderen Kotflügel tragen in Summe um 14 Zentimeter dicker auf und bestehen – genau wie Motorhaube, Frontschürze und Heckdeckel – aus Carbon. Ab 120 km/h fährt ein Heckflügel um zwölf Zentimeter aus und erhöht so den Anpressdruck bei 200 km/h um maximal 50 Kilo.
Ein Heckdiffusor mit spezieller Abgasanlage und exklusive Schmiederäder in 19/20 Zoll gehören ebenso zu den Black-Series-Zutaten wie Sportschalensitze ohne Seitenairbags und ein im Durchmesser um 15 Millimeter verkleinertes Lenkrad. Vom normalen SL wurden lediglich die Alu-Türen und einzelne Details im Innenraum übernommen.
V12-Biturbo mit 670 PS und 1000 Nm
Das Herzstück des dritten Black Series ist natürlich der Motor. Als Basis dient der M 275 getaufte 6,0-Liter-V12-Biturbo aus dem "normalen" SL 65. Für den Black Series waren die 612 PS natürlich noch nicht genug, und so entschied man in Affalterbach nicht nur für neue Turbolader (mit um zwölf Prozent vergrößertem Spiralquerschnitt), sondern auch für einen neu entwickelten Ladeluftkühler (30 Prozent leistungsfähiger) sowie eine geänderte Ansaugluftführung.

Ein Denkmal von einem Motor: Der M 275 genannte V12-Biturbo wurde im Black Series auf 670 PS und 1200 Nm gebracht. Das maximale Drehmoment musste aus Rücksicht auf die Fünfgang-Automatik aber auch 1000 Nm begrenzt werden.
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Ergebnis: 670 PS und ein maximales Drehmoment von 1200 Nm, das elektronisch auf 1000 Nm begrenzt werden musste, da die Fünfgang-Automatik (AMG Speedshift) sonst mit der schieren Power überfordert gewesen wäre! Gerüchten zufolge soll Wolff sogar teilweise in die Entwicklung des Black Series involviert gewesen. Kein Wunder also, dass eines der 350 Exemplare in seiner Garage stand.
Nur 6000 Kilometer
Allzu viel ist er den AMG mit Biturbo-V12 aber nicht gefahren, denn angeboten wird das neuwertige Auto mit gerade mal 6000 Kilometern auf dem Tacho. Trotz der geringen Laufleistung verfügt der SL aber natürlich über eine vollständige Service-Historie – ausschließlich bei Mercedes, versteht sich.
Laut der Beschreibung befindet sich der Black Series in einem makellosen und unfallfreien Zustand und wird mit umfangreicher Dokumentation, inklusive des originalen Kaufvertrags auf den Namen von Toto Wolff, angeboten.
Im Übrigen ist es nicht das erste Mal, dass der Ex-Toto-Wolff-SL 65 verkauft wird. Im Jahr 2021 trennte sich der Formel 1-Teamchef gleich von mehreren Autos, neben dem Black Series waren damals auch einer von nur 210 gebauten Ferrari LaFerrari Aperta und ein Ferrari Enzo dabei. Alle Fahrzeuge wurde über den britischen Luxusautohändler Tom Hartley Jr. vertrieben.

Das Cockpit-Layout ist mit dem normalen SL identisch. Die Black Series-Zutaten lauten: Schalensitze und viel Carbon. Die Dach-Entriegelung entfällt.
Bild: Autocenter Sportive GmbH
Den Verkauf begründete Wolff damals so: "Ich habe keine Zeit mehr, die Autos zu fahren. (...) Ich stelle jetzt mit Mercedes auf Elektro um." Diese Umstellung scheint noch nicht abgeschlossen zu sein, denn in Monaco wurde er zuletzt mal in einem Mercedes 300 SL Roadster und dann wieder in einem 300 SL Coupé gesehen.
499.990 Euro soll der AMG kosten
Wie dem auch sei: Wer einen SL 65 AMB Black Series im gepflegten Zustand und mit besonderer Historie sucht, der ist mit diesem Exemplar bestens beraten. Vorausgesetzt, Geld spielt nur eine untergeordnete Rolle, denn mit einem Verkaufspreis von 499.990 Euro ist dieser Black Series der teuerste auf dem Markt erhältliche. Wer auf den prominenten Vorbesitz verzichten kann, findet gebrauchte SL 65 Black Series ab 370.000 Euro.
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