Mercedes SLS AMG Roadster (2011): Gebrauchtwagen-Angebot
Der günstigste Mercedes SLS AMG Deutschlands

Günstiger geht es nicht: Dieser Mercedes SLS AMG Roadster mit über 100.000 Kilometern auf dem Tacho ist der günstigste SLS auf dem deutschen Gebrauchtmarkt. So viel soll der Supersportwagen kosten!
Bild: David Finest Sports Cars
Exakt 126.229,49 Euro kostet ein nagelneuer Mercedes-AMG SL 43 in der Basis. Dafür gibt es ein modernes Stoffdach-Cabrio mit einem 421 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder. Ein paar Tausend Euro weniger kostet ein Mercedes SLS AMG Roadster mit 6,2-Liter-V8 und 571 PS. Für welches Auto würden Sie sich entscheiden?
Der Frühling steht praktisch schon in den Startlöchern – die perfekte Zeit also, um sich nach einem Cabrio umzuschauen. Da Roadster bei vielen Herstellern mittlerweile dem Rotstift zum Opfer gefallen sind, lohnt ein Blick in den AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt. Ein besonders interessantes Angebot für den großen Geldbeutel kommt vom renommierten Sportwagen-Spezialisten "David Finest Sports Cars" aus Hamburg, der den aktuell günstigsten Mercedes SLS AMG Deutschlands verkauft. Wer jetzt denkt, es handelt sich um einen schlecht reparierten Unfallwagen aus dem Ausland, der liegt falsch!
Knapp 120.000 Kilometer auf der Uhr
Der angebotene Mercedes SLS AMG Roadster ist ein deutsches Auto, das erstmals im November 2011 zugelassen wurde. Zwar stehen 118.857 Kilometer auf dem Tacho, was eine hohe Laufleistung für einen SLS ist, doch auf die jährliche Laufleistung heruntergebrochen sind das nicht mal 9000 Kilometer. Hinzu kommt, dass der SLS scheckheftgepflegt ist und auf den Inseratsfotos einen durchaus gepflegten Eindruck macht. Beschädigungen oder gröbere Gebrauchsspuren sind nicht zu erkennen.

Die Farbkombination ist sehr edel. Der Innenraum wirkt trotz knapp 120.000 Kilometern nicht runtergerockt – ganz im Gegenteil.
Bild: David Finest Sports Cars
Der Erstbesitzer orderte seinen einst in der Basis über 195.000 Euro teuren SLS AMG Roadster in der klassischen Farbe "AMG Imola Grau" und entschied sich für eine Bicolor-Lederausstattung in Beige/Schwarz. Zudem machte er Kreuze beim Carbon-Paket Interieur (8449 Euro), bei den 20-Zoll-Felgen AMG Leichtmetallräder im 5-Doppelspeichen-Design (1130,50 Euro), dem AMG Ride Control-Fahrwerk (2320,50 Euro), dem Soundsystem Bang & Olufsen BeoSound AMG (7080,50 Euro) und vielem mehr. Am Ende standen rund 220.000 Euro auf der Rechnung.
Nur echt mit V8-Sauger
Mittlerweile haben Sammler längst erkannt, dass der zwischen 2010 und 2014 nur rund 8000 Mal gebaute Mercedes SLS AMG ein Auto ist, das es in dieser Form kein zweites Mal geben wird. Das hat zur Folge, dass die Preise wieder anziehen. Dabei gilt, dass die Coupés aufgrund der spektakulären Flügeltüren begehrter sind als die Roadster.
Antriebsseitig unterscheiden sich die Karosserievarianten aber nicht. Beide setzen auf den legendären 6,2-Liter-V8-Sauger, der im SLS über eine Trockensumpfschmierung verfügt und den Baucode M 159 trägt. Dank 571 PS und 650 Nm Drehmoment beschleunigt das erste komplett von AMG entwickelte Modell in 3,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 317 km/h. Werte, die den Mercedes-AMG SL 43 blass aussehen lassen.
Und während der moderne Stoffdach-Roadster über 126.000 Euro (wohlgemerkt ohne Extras) kosten soll, möchte David Finest Sports Cars für den SLS Roadster 119.900 Euro haben, was ihn zum günstigsten SLS Deutschlands macht. Aktuell ist noch ein weiterer SLS Roadster für 119.999 Euro inseriert, der ebenfalls über 100.000 Kilometer gefahren wurde – hier handelt es sich jedoch um ein Unfallfahrzeug.

Im SLS AMG verfügt der legendäre 6,2-Liter-V8-Sauger über Trockensumpfschmierung. Das Kraftwerk ist hinter der Vorderachse als Frontmittelmotor verbaut.
Bild: David Finest Sports Cars
Generell ist das Angebot an gebrauchten SLS sehr groß. Gleiches gilt aber auch für die Preisspanne. Inklusive der seltenen Sondermodelle "Final Edition" und "Black Series" reden wir hier über ein Preisgefälle von 120.000 bis 1,2 Millionen Euro. Wie bereits erwähnt, gilt, dass Coupés teurer sind als Roadster, wobei Letztere in der Regel zwischen 140.000 und 160.000 Euro liegen und die Coupés sich mittlerweile eher Richtung 200.000 Euro bewegen.
Dieser Mercedes SLS ist kein Sammlerstück
Der hier gezeigte SLS ist aufgrund der vermeintlich hohen Laufleistung kein prädestiniertes Sammlerauto. Stattdessen bekommt der zukünftige Besitzer hier einen SLS, bei dem er sich keine Gedanken um die Kilometer machen muss – und gleichzeitig ein Auto, das bei entsprechender Pflege vermutlich nicht mehr an Wert verlieren wird.
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