Das Goodwood Festival auf Speed in Großbritannien ist für viele Autohersteller seit Jahren eine der wichtigsten Bühnen, um neue Fahrzeuge und Studien zu enthüllen – hier tummeln sich schließlich Auto-Enthusiasten, Branchen-Kenner und zahlreiche Medien.
Es ist also wenig überraschend, dass auch der mittlerweile zu SAIC gehörende Autobauer MG diesen Schauplatz für sich nutzt und das Konzept "MG Go!" präsentiert. Und dieser gibt uns einen kleinen Ausblick auf den künftigen MG2.

Moderner Retro-Charme

Renault 5, Twingo oder der Ford Capri zeigen bereits, wie gut die Mischung aus Retro-Charme sowie moderner Elektro-Optik und Technik funktionieren kann. Genau in diese Kerbe schlägt auch der MG GO!
Die Studie greift Stilelemente legendärer MG-Modelle wie MGB GT, MG 6R4 und MG ZR auf, verpackt sie aber in ein modernes Kleinwagen-Konzept. Heraus kommt ein Stromer, der auf den ersten Blick wie ein Mix aus Mini Cooper und Renault 5 wirkt, aber keineswegs wie eine bloße Kopie seiner Retro-Konkurrenten dasteht.
MG GO! Concept
Besonders das Heck erinnert durch seine Proportionen an die aktuelle Generation des Mini Cooper.
Bild: MG
Kräftig ausgestellte Kotflügel, kurze Überhänge und eine breite Spur sorgen für einen stattlichen Auftritt. Dazu kommen die markante Lichtsignatur und die flach verlaufende Dachlinie, die dem kleinen Elektroauto dank des üppigen Spoilers eine überraschend sportliche Note verleihen.

Ausblick auf den elektrischen MG2

Wie üblich für Konzeptfahrzeuge steht vor allem das Design im Fokus. Daher hält sich MG mit technischen Details weitgehend bedeckt. Klar ist jedoch: Der GO! ist als kompakter Elektro-Kleinwagen ausgelegt und soll einen Ausblick auf ein künftiges Serienmodell geben.
Branchenbeobachter und internationale Medien sehen in der Studie bereits den Vorboten eines neuen MG2, der im B-Segment gegen Modelle wie die bereits genannten Renault 5, den elektrischen Mini oder auch den Citroën ë-C3 und den Fiat Grande Panda antreten könnte.
MG GO! Concept
Im Profil wirkt der GO! Verhältnismäßig groß für einen Kleinwagen.
Bild: MG
Gerade für MG wäre ein günstiger Elektro-Kleinwagen ein logischer nächster Schritt. Die Marke hat sich in Europa bereits mit preislich attraktiven E-Autos etabliert und könnte mit einem MG2 ihr Angebot nach unten abrunden. Dass der GO! nicht nur eine reine Designübung ist, zeigt auch die vergleichsweise seriennahe Gestaltung der Studie.

Marktstart könnte bereits 2027 erfolgen

Nach aktuellem Stand könnte die Serienversion bereits 2027 auf den Markt kommen. Damit würde MG genau zu einem Zeitpunkt in das hart umkämpfte Segment der elektrischen Kleinwagen einsteigen, in dem immer mehrere Hersteller bezahlbare Stromer für den Massenmarkt präsentieren wollen. So stehen beispielsweise ein möglicher VW ID.1 oder ein elektrischer Toyota Yaris Cross (auf Basis der Studie "SU EV") in den Startlöchern.
Sollte der spätere MG2 einen Großteil des markanten Designs übernehmen und gleichzeitig den für MG typischen Preisvorteil bieten, dürfte er schnell zu einer interessanten Alternative für Käufer werden, die einen kompakten Elektroflitzer suchen.