Der chinesische Autobauer Kosmera treibt seine Europa-Pläne voran. Das Unternehmen kündigte an, mehrere mögliche Standorte für ein großes Automobilwerk zu prüfen – darunter auch Optionen in Deutschland. Das geplante Investitionsvolumen liegt im Milliarden-Euro-Bereich und soll in mehreren Stufen umgesetzt werden.
Ziel ist der Aufbau einer lokalen, nachhaltigen Produktionsbasis für den europäischen Markt. Dazu befindet sich Kosmera nach eigenen Angaben bereits in ersten Gesprächen mit regionalen Behörden. Das Werk soll modernste Fertigungstechnologien mit strengen Umweltstandards verbinden.
Kosmera Super Car
Die schicke, aggressive Front des Kosmera-Supercars.
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Branchenintern wird zudem spekuliert, dass das geplante Europa-Werk nicht nur klassische Volumenmodelle fertigen könnte. Beobachter rechnen vielmehr damit, dass Kosmera hier ein besonders technikgetriebenes, emotional positioniertes Fahrzeug auf die Straße bringen will – möglicherweise ein leistungsstarkes, rein elektrisches Modell.

Kosmera: Innovationszentren nach deutschem Vorbild

Parallel zur Fabrikplanung will Kosmera sogenannte "3-in-1 Innovation Showcases" in europäischen Metropolen eröffnen. Der erste Standort ist für Deutschland vorgesehen. Geplant ist eine Kombination aus Entwicklungszentrum, Gründer-Hub und transparenter Premium-Fabrik mit einer Anfangskapazität von 10.000 Fahrzeugen pro Jahr.
Kosmera Star Matrix
Der Kosmera Star Matrix kommt auf insgesamt 2040 PS.
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Mittelfristig peilt das Unternehmen eine Jahresproduktion von 300.000 Fahrzeugen innerhalb von drei Jahren an. Langfristig sollen europäische Werke zusammen sogar bis zu einer Million Fahrzeuge pro Jahr fertigen können. Die geplanten Produktionsstätten sollen flexibel für verschiedene Fahrzeugplattformen, Antriebsarten und Individualisierungsoptionen ausgelegt sein.

Deutschland im Fokus

Kosmera setzt dabei auf die industrielle Stärke Europas und insbesondere auf den deutschen Standort. "Europa ist ein führender globaler Markt und ein potenzielles Zentrum für fortschrittliche Fertigung, das für unsere globale Strategie von zentraler Bedeutung ist", erklärte CEO Winter Chen.
Der Konzern betont, dass finale Entscheidungen zu Standort und Umfang noch ausstehen und von behördlichen Genehmigungen abhängen. Die Gespräche mit potenziellen Partnern und Behörden laufen jedoch bereits.
Ob Deutschland am Ende tatsächlich zum Milliarden-Produktionsstandort wird, dürfte für die hiesige Autoindustrie hoch spannend werden.