Mini Cooper S Inspired by Goodwood: Gebrauchtwagen
Wieso dieser Mini ein kleiner Rolls-Royce ist

Fußmatten aus Lammwolle, Zierleisten als Walnussholz und Walknappaleder auf dem Armaturenbrett: Dieses Mini-Sondermodell ist der vermutlich kleinste Rolls-Royce der Welt!
Bild: Kaiser 18 Handelsgesellschaft mbH
Dieser Mini ist etwas für Kenner! Die Rede ist vom CooperS-Sondermodell "Inspired by Goodwood", das in Zusammenarbeit mit Rolls-Royce entwickelt und nur 1000 Mal gebaut wurde. Bei seiner Präsentation war der Rolls-Royce-Mini doppelt so teuer wie ein normaler Cooper S!
2011 kam es zu einer rein britischen Kooperation zwischen Mini und Rolls-Royce. Gut, grünes Licht erhielt das Sondermodell Inspired by Goodwood von BMW, doch die Zutaten sind sehr britisch. Vermarktet wurde der edle Mini seinerzeit als ein Auto, das für traditionsreiche, perfekte Handarbeit "made in Britain" steht. Klingt hochgegriffen? Mag sein, doch die Zutaten des 2011 auf der Auto Shanghai gezeigten Goodwood-Mini sind äußerst exquisit!
Fußmatten aus Lammwolle
So wurde die Farbe "Diamond Black Metallic" direkt von Rolls-Royce übernommen. Gleiches gilt für die hochflorigen Fußmatten aus Lammwolle, die Zierteile aus Walnussholz (Walnut Burr) und die mit Walknappaleder bezogene Instrumententafel. Doch da hören die Gemeinsamkeiten der beiden britischen Ikonen noch lange nicht auf.

Die Fußmatten aus hochfloriger Lammwolle sind besonders edel, aber auch besonders pflegeintensiv. Nicht selten fehlen die guten Stücke.
Bild: Kaiser 18 Handelsgesellschaft mbH
Die Türverkleidungen sind mit hochwertigem Leder bezogen: Das "Tipped Cornsilk" genannte Material soll eine absolut makellose Oberflächenbeschaffenheit sowie ein besonderes Nahtbild bieten und denselben Qualitätsstandards wie bei Rolls-Royce entsprechen. Außerdem besitzen die Cockpit-Ziffernblätter das gleiche Schriftbild wie bei der Luxusmarke. Eine kleine Plakette weist Fahrer und Beifahrer daraufhin, dass sie in einem besonders edlen Mini sitzen.

Technisch entspricht das Sondermodell dem Mini Cooper S. Der 1,6-Liter-Turbo-Vierzylinder leistet 184 PS und 240 Nm.
Bild: Kaiser 18 Handelsgesellschaft mbH
Optisch übt sich der Cooper S der Baureihe R56 in Zurückhaltung. So entspricht das Sondermodell weitestgehend dem damaligen Cooper S, wobei aus Understatement-Gründen die Motorhaube des Cooper D ohne Lufteinlass zum Einsatz kam. Weitere behutsame Veränderungen betreffen die 17-Zoll-Vielspeichenfelgen sowie zwei dezente "Inspired by Goodwood"-Schriftzüge auf den vorderen Kotflügeln.
Neupreis lag bei 46.900 Euro
Als das Sondermodell 2012 auf den Markt kam, betrug der Neupreis heftige 46.900 Euro. Zum Vergleich: Ein normaler Mini Cooper S kostete damals 23.650 Euro.
Aktuell steht einer der 1000 Goodwood-Mini beim Händler Kaiser 18 Handelsgesellschaft mbH in Saarbrücken zum Verkauf. Der 184 PS starke Cooper S wurde erstmals im April 2012 in Deutschland zugelassen und hat heute 75.912 Kilometer auf der Uhr. Er stammt aus erster Hand und soll laut Aussage des Händlers scheckheftgepflegt sein.
In den vergangenen 13 Jahren ist der Mini dabei ganz schön rumgekommen. Nach seiner Erstauslieferung in Deutschland nahm ihn sein Besitzer mit nach Griechenland, wo der Edel-Mini den Großteil seines Autolebens verbrachte und regelmäßig gewartet wurde. Von Griechenland ging es weiter in die Niederlande, wo er Teil einer Sammlung war, jedoch nie zugelassen wurde. Das erklärt auch, warum der Mini offiziell erste Hand ist, obwohl er technisch gesehen zwei Vorbesitzer hatte.
Mittlerweile ist der Mini zurück in Deutschland und wird mitsamt frischem TÜV und einer zwölfmonatigen Gebrauchtwagengarantie angeboten. Auf den Fotos hinterlässt er einen überaus gepflegten Eindruck, sogar die beigen Lammwoll-Fußmatten sehen noch mehr als passabel aus. Wer sich ein wenig auskennt, weiß, dass die Fußmatten oftmals verschmutzt sind, sofern sie überhaupt noch vorhanden sind.

Rolls-Royce-Feeling im Mini: Für das Sondermodell "Inspired by Goodwood" wurden einige Materialien von der britischen Edelmarke übernommen.
Bild: Kaiser 18 Handelsgesellschaft mbH
Die Ausstattung war bereits ab Werk sehr umfangreich, wir reden hier schließlich vom edelsten Mini aller Zeiten. Ohne Aufpreis gab es: Klimaautomatik, Einparkhilfe, Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht, "Harman&Kardon"-Soundsystem und mehr. Bei diesem Exemplar wurden zusätzlich noch Features wie Navi und Automatikgetriebe angekreuzt, sodass der Neupreis vermutlich jenseits von 50.000 Euro gelegen haben dürfte.
So viel kostet der Edel-Mini heute
Mit knapp 76.000 Kilometern soll der Mini aktuell noch 23.333 Euro kosten. Der Preisvergleich muss an dieser Stelle entfallen, denn aktuell wird nur dieses eine Exemplar in Deutschland angeboten.
Zwar gibt es gebrauchte Rolls-Royce Silver Shadow oder Silver Spirit günstiger, doch dürfte sich der Preisvorteil im Unterhalt schnell egalisieren. Und außerdem ist so ein Mini doch auch das viel sympathischere Auto!
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