Es kommt auf die Betrachtungsweise an: Für den einen sind die ständigen Hüpfer von der Hinterachse eine wohlige Massage für den Rücken, für den anderen nichts weiter als ein grober Mangel an Federungskomfort. Doch der im thailändischen Mitsubishi-Werk gefertigte L200  unterscheidet sich in diesem Punkt nicht viel von anderen Pick-ups.
Mitsubishi L200 2.2 DI-D Top LADERAUMWANNE/ANHÄNGERKUPPLUNG
44.970
Mitsubishi L200 2.2 DI-D Top LADERAUMWANNE/ANHÄNGERKUPPLUNG
22.038 km
110 KW (150 PS)
06/2022
Zum Angebot
Diesel (WLTP), 8,8 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 231 g/km*
Mitsubishi L200 Select Doppelkabine 4WD
29.990
Mitsubishi L200 Select Doppelkabine 4WD
114.800 km
110 KW (150 PS)
05/2022
Zum Angebot
Diesel (WLTP), 7,9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 206 g/km*
Mitsubishi L200 4x4 2.2 DI-D Doppelkabine Spirit StandHz*AHK
33.990
Mitsubishi L200 4x4 2.2 DI-D Doppelkabine Spirit StandHz*AHK
76.500 km
110 KW (150 PS)
05/2022
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Mitsubishi L200 Basis Doppelkabine 4WD/SHZ/2HND/M-LENK
30.499
Mitsubishi L200 Basis Doppelkabine 4WD/SHZ/2HND/M-LENK
45.650 km
110 KW (150 PS)
04/2022
Zum Angebot
Diesel (WLTP), 7,5 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 198 g/km*
Mitsubishi L200 TOP 2.2 DI-D 4WD TEMP SHZ PDC NAVI 2xKlima
31.625
Mitsubishi L200 TOP 2.2 DI-D 4WD TEMP SHZ PDC NAVI 2xKlima
99.685 km
110 KW (150 PS)
03/2022
Zum Angebot
Mitsubishi L200 Plus Doppelkabine 4WD
26.990
Mitsubishi L200 Plus Doppelkabine 4WD
99.000 km
110 KW (150 PS)
02/2022
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Diesel (WLTP), 7,6 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 200 g/km*
Mitsubishi L200 Top Doppelkabine 4WD*Automatik*Hardtop*
25.800
Mitsubishi L200 Top Doppelkabine 4WD*Automatik*Hardtop*
149.988 km
110 KW (150 PS)
01/2022
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Mitsubishi L200 DC 2.2 DI-D Spirit Automatik 4WD
36.490
Mitsubishi L200 DC 2.2 DI-D Spirit Automatik 4WD
36.300 km
110 KW (150 PS)
01/2022
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Diesel, 9,7 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 254 g/km*
Mitsubishi L200 4x4 2,2 DI-D AT Spirit DoKa AHK GJR
35.490
Mitsubishi L200 4x4 2,2 DI-D AT Spirit DoKa AHK GJR
35.799 km
110 KW (150 PS)
01/2022
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Diesel (WLTP), 9,7 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 254 g/km*
Mitsubishi L200 Select Doppelkabine 4WD
35.900
Mitsubishi L200 Select Doppelkabine 4WD
15.075 km
110 KW (150 PS)
01/2022
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Diesel, 7,9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 206 g/km*
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Schließlich ist der Zweck nicht größtmöglicher Reisekomfort, sondern größtmögliches Durchhalten – trotz jahrelangen Ritts über buckelige Pisten in Entwicklungs- und Schwellenländern, trotz ständiger Überladung, trotz grober Reparaturtechniken, trotz ausbleibender Wartung. Da sollte man doch meinen, dass so ein Pick-up hier bei uns im Mutterland der Autopflege das ewige Leben hat.

Der größte Feind des Mitsubishi L200 ist das Streusalz

Falsch gedacht, denn hier mögen die Straßen halbwegs ordentlich asphaltiert sein und die gröbsten Schlaglöcher von den Straßenbauämtern schon aus Gründen der rechtlichen Haftung flugs gestopft werden. Doch der größte Feind des Mitsubishi L200 ist nicht das riesige Schlagloch auf der Hauptstraße von Ouagadougou in Burkina Faso, sondern das mitteleuropäische Streusalz.
Sicher, auch das Schlagloch hinterlässt Spuren am nicht gerade überdimensionierten Fahrwerk des L200 der Generation 4, um die es hier geht. Aber in Ouagadougou gibt es keine ernst zu nehmende Kontrollinstanz, die Gelenke und Buchsen der vorderen Einzelradaufhängung und Lenkung untersucht und dann bei Überschreiten der zulässigen Toleranzen einen amtlichen Mängelbericht schreibt.

Der Mitsubishi L200 rostet hierzulande traurig vor sich hin

Bei uns gibt es so etwas durchaus, weshalb hierzulande so manchem L200 – speziell wenn er per Breiträder aufgehübscht wurde – bei der Hauptuntersuchung (HU) eine frische Plakette verweigert wird.
Das zweite HU-relevante Problem hat der L200-Besitzer in Ouagadougou ebenfalls nicht: Rostschäden. Klar, Autos rosten auch in Entwicklungsländern, vor allem wenn diese nahe an der Küste gelegen sind. Doch gibt es dort keine ernsthaften Winter. Und wenn doch, wird zumindest kein aggressives Streusalz auf die Straßen geworfen, das den Verkehr sicherer und flüssiger macht, aber den Rostfraß krass beschleunigt.
Mitsubishi L200 IV
210 Millimeter Bodenfreiheit und 33 Grad vorderer Böschungswinkel – da kann man im Gelände auch mal Gas geben.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Autos kann man vor Korrosion schützen, aber das kostet entweder den Fahrzeughersteller Zeit und Geld oder den Fahrzeugbesitzer – dann nämlich, wenn der den Korrosionsschutz nachträglich aufbringt. Weil das aber nur die wenigsten Erstbesitzer eines L200 tun und dessen werksseitige Rostvorsorge nur den Mindeststandard für sommerlich geprägte Weltregionen erfüllt, rostet dieser Pick-up hierzulande traurig vor sich hin.
Ob Leiterrahmen oder die darauf aufgeschraubte Fahrerkabine oder die abschraubbare Ladepritsche – alles rostet früh, wenn der Vorbesitzer nicht vorgesorgt hat.

Mehrere kleinere Schwachstellen sollten gecheckt werden

Kleinere Schwachstellen, die einer Prüfung bedürfen, hat der L200 darüber hinaus: Knarrt die Lenkung beim Einparken, dann sollte bald ein Kreuzgelenk an der Lenksäule erneuert werden. Weil man dabei das Lenkrad selbst gut betrachten kann, sollte man das tun, denn dessen Oberfläche verträgt sich offenbar schlecht mit Handfeuchtigkeit und UV-Strahlung, was den Lenkradkranz bröckeln lässt.
Nicht selten sieht man außerdem die Airbag-Lampe im Dauerbetrieb, was meist nicht am Airbag selbst liegt, sondern am Kabelbaum – schwer zu lokalisieren.

Technik

Technik
Allradantrieb
zuschaltbar oder permanent über Zentraldiff.
Kraftverteilung v:h
0:100 oder 50:50 (Permanentallrad: 50:50)
Traktionshilfen
elek. Schlupfregelung durch Bremseingriff v.+h.
Geländeuntersetzung
1,9:1
Aufbauweise
Leiterrahmen, Stahlblechkarosserie
L/B/H
5120 oder 5260/1815/1789 mm
Bodenfreiheit/Wattiefe
210/500 mm
Tankinhalt
75 l
Anhängelast gebr./ungebr.
2700 (Plus und Top ab 2014: 3000/750 kg)
Ladepritschenlänge
Club Cab: 1,80 m, Doppelkabine: 1,32 od. 1,50 m
Unbedingt sollte man Allradantrieb und Geländeuntersetzung prüfen. Diese Bauteile sind zwar so robust wie der im L200 IV verwendete Turbodiesel mit Direkteinspritzung, aber die elektrische Betätigung zum Umschalten neigt bei Wenignutzung zum Festgehen.

Ersatzteilkosten*

Ersatzteilkosten*
Kotflügel vorn
300 Euro
Scheinwerfer
523 Euro
Bremsscheiben vorn (ein Satz)
154 Euro
Bremsbeläge vorn (ein Satz)
60 Euro
Schaltgetriebe (neu)
2178 Euro
Teilmotor ohne Anbauteile (neu)
2566 Euro
Generator (neu)
619 Euro
Anlasser (neu)
754 Euro
Wasserpumpe (neu)
219 Euro
Auspuff ohne Kat
666 Euro
L200-Besitzer sollten deshalb zumindest einmal im Monat den Allradhebel langsam und nach und nach durch alle Stellungen führen, auch wenn der Einsatz von Allradantrieb oder Geländeuntersetzung gar nicht notwendig ist. In Ouagadougou gäbe es auch dieses Problem naturgemäß nicht.

Bildergalerie

Mitsubishi L200 IV
Mitsubishi L200 IV
Mitsubishi L200 IV
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Mitsubishi L200 IV im Test

Fazit

von

AUTO BILD
Es ist ein Jammer: Der Dieselmotor hält, das Getriebe hält, der Allrad hält, aber der Rost setzt dem ab Werk nur mangelhaft geschützten L200 richtig zu. Man müsste ein gepflegtes oder nachträglich konserviertes Exemplar finden.