Das Mobilitätssystem von Hong­kong ist am besten auf das bevorstehende Bevölkerungswachstum in Städten vorbereitet. Zu diesem Schluss kommt die Studie "Future of Urban Mobility" der Beratungsfirma Arthur D. Little. Anhand von 19 Kriterien haben die Autoren einen Mobilitätsindex für 84 Metropolen in aller Welt ermittelt. Im Durchschnitt liegt der Indexwert bei 43,9 von 100. Die Autoren sehen daher Nachholbedarf.
Carsharing – der neue Trend

Deutsche Städte schneiden gut ab

"Damit die großen Städte nicht im Stau versinken", erklärt Mitautor Oleksii Korniichuk, "muss die Nutzung von Privatautos künftig drastisch reduziert werden." Folglich sammeln in der Stu­die jene Städte Punkte, die über günstige ÖPNV-Verbindungen, ein gutes Fahrradwegenetz oder viele Carsha­ring-Autos verfügen. In Hongkong werden 64 Prozent aller Wege mit öffentlichen Verkehrs­mitteln zurückgelegt. Stockholm punktet mit einer geringen Zahl an Verkehrstoten, Amsterdam mit unter­durchschnittlichem CO2-Ausstoß. Die deutschen Städte schneiden or­dentlich ab: München verfügt über das fünftbeste Radwegenetz weltweit. Stuttgart ist die führende Carsharing-Stadt. Und die Berliner brauchen im Schnitt nur 26,7 Minuten bis zur Arbeit – viertbester Wert weltweit.