Motorrad WM 2009 GP von Spanien
Der Held war Jonas Folger

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In der 125ccm-Kategorie der Motorradweltmeisterschaft gab es mit Bradley Smith einen Sieger. Und mit Jonas Folger einen, der die Herzen der spanischen Zuschauer mit einem Superrennen eroberte.
Zwar fuhr Bradley Smith am Sonntag (3. Mai 2009) souverän zu seinem ersten Grand-Prix-Sieg beim Rennen in Jerez, doch eigentlich war es das Jonas-Folger-Race. Der 15-jährige Bayer war tragischer Held eines spannenden 125er-WM-Laufs. Wegen eines Motordefekts im Qualifying musste Folger von ganz hinten starten, hatte bereits nach fünf Runden das halbe Feld überholt und bot den Zuschauern eine fantastische Show. Nach und nach robbte sich das deutsche Motorrad-Talent an die Spitzengruppe heran und hatte sogar plötzlich Chancen auf einen Podestplatz. Folger hatte sich in sensationeller Manier nach vorn gefahren und kämpfte in den letzten drei Runden mit Sergio Gadea, Pol Espargaro, Sandro Cortese, Marc Marquez und Scott Redding um die verbleibenden zwei Podestränge hinter dem weit enteilten Bradley Smith. Doch eineinhalb Runden vor Schluss geriet Folger im Kampf um Platz drei mit Espargaro aneinander und landete auf dem Asphalt. Die Zuschauer bedachten den tragischen Helden mit euphorischem Applaus.
Licht und Schatten für Cortese und Bradl

In der WM-Wertung führt der früh gestürzte Italiener Andrea Iannone (37,5 Punkte) vor dem in Jerez siegreichen Briten Bradley Smith (36,5, beide Aprilia). Folger (13, Aprilia) fiel vom sechsten auf den 13. Platz zurück. Vor dem vierten WM-Lauf am 17. Mai in Le Mans rangiert Sandro Cortese (28, Derbi) auf Rang fünf und Stefan Bradl (17, Aprilia) ist Achter.
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