MTM verwandelt den Audi RS 6 in ein 1100-PS-Carbon-Monster
Wenn ein Kombi plötzlich zum Supersportler wird

Vier Liter Hubraum, acht Zylinder, 1100 PS und eine Karosserie komplett aus Carbon: Mit dem Pangaea GT hebt MTM den Audi RS 6 in eine andere Liga. Statt Feintuning gibt's hier eine radikale Neuentwicklung.
Bild: MTM - Motoren Technik Mayer
Der MTM Pangaea GT basiert auf dem Audi RS 6 Avant, wurde aber in vielen Bereichen komplett neu aufgebaut. Nach Angaben des Unternehmens ist es das erste Fahrzeug, das MTM vollständig selbst entwickelt hat. Die Optik: deutlich breiter, flacher, aggressiver.
Die Karosserie besteht komplett aus Carbon. Jedes Bauteil, vom Dach über die Kotflügel bis zum Diffusor, wurde neu konstruiert. Dadurch ist der Wagen 13 Zentimeter länger und 17 Zentimeter breiter als das Serienmodell. Der Leichtbau soll das Gewicht reduzieren und zugleich für mehr Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgen.

Der MTM Pangaea GT kombiniert Kombi-Format mit Rennwagen-Optik – mit 1100 PS und Vollcarbon-Aufbau.
Bild: MTM - Motoren Technik Mayer
Alcantara und Sichtcarbon
Auch im Innenraum setzt MTM auf klare Linien und Motorsport-Anleihen. Vier Carbon-Schalensitze, Alcantara und Sichtcarbon prägen das Bild. Komfortextras oder Chromzierrat sucht man vergebens. Laut MTM soll das Interieur an ein GT3-Cockpit erinnern – mit Fokus auf Materialien, nicht auf Luxus. Auch die Rückbank wurde durch zwei Einzelsitze ersetzt, wodurch der Pangaea GT eher an ein Rennfahrzeug für vier Personen erinnert als an einen klassischen Kombi.

Vorne geht's kompromisslos zu: Zwei Carbon-Schalensitze mit grünen Gurten und Nähten bringen Rennwagen-Flair in den Kombi.
Bild: MTM - Motoren Technik Mayer
Angetrieben wird der Pangaea GT von einem überarbeiteten Vierliter-V8-Biturbo. Neue Turbolader, modifizierte Ansaugung und angepasste Software sollen für 1100 PS und 1200 Newtonmeter Drehmoment sorgen. Den Standardsprint auf 100 km/h gibt MTM mit unter 2,5 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit mit bis zu 350 km/h. Das Fahrwerk wurde überarbeitet, die Spur verbreitert und die Aerodynamik optimiert – alles mit dem Ziel, die enorme Leistung beherrschbar zu machen.

Aggressiver als der Serien-RS 6: Statt 600 PS bringt der MTM Pangaea GT ganze 1100 PS auf die Straße.
Bild: MTM - Motoren Technik Mayer
Zum Vergleich: Der Audi RS 6 Avant – inzwischen nicht mehr bestellbar – leistet in der Basisversion 600 PS und 800 Nm Drehmoment, beschleunigt in 3,6 Sekunden auf 100 km/h und ist auf 250 km/h begrenzt. Mit dem RS-Dynamikpaket plus sind maximal 305 km/h möglich. Preislich startete der RS 6 einst bei 131.500 Euro, die Performance-Version mit 630 PS lag bei mindestens 138.500 Euro.
Laut MTM sind 25 Exemplare des Pangaea GT geplant, dazu ein Prototyp. Ein Preis wurde bisher nicht genannt, der dürfte aber im hohen sechsstelligen Bereich liegen.
Damit bleibt der Carbon-Kombi ein exklusives Sammlerstück, das man wohl nur auf Messen oder in privaten Garagen zu Gesicht bekommt.
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