Mysteriöses Autowrack in den Bergen
Smart-Besitzer kommt in Therapie

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Vor Monaten hatte ein ausgebrannter Smart in den Allgäuer Bergen den Behörden ein Rätsel aufgegeben. Der Besitzer bekommt eine fünfjährige Bewährungsstrafe und kommt in Therapie.
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Der Fall des mysteriösen, in den Allgäuer Bergen ausgebrannten Smart hatte vor Monaten Schlagzeilen gemacht. Jetzt wurde das Verfahren gegen den Fahrer abgeschlossen. Mit unbändiger Energie und Kraft und "losgelöst von der Realität" habe der 31-Jährige seinen Smart ins Gelände befördert, sagte die Richterin bei der Verhandlung des Falls. Verurteilt wurde er aber nicht wegen des Abbrennens seines Autos, sondern wegen Diebstahls und Sachbeschädigung in zahlreichen Fällen. Er erhielt eine fünfjährige Bewährungsstrafe. Der Mann hatte das Auto bei Oberstdorf (Oberallgäu) am 6. November 2015 selbst angesteckt. Anschließend war er zu Fuß weitergangen und in Bergnot geraten. Schließlich wurde der Mann von der Bergwacht leicht verletzt gerettet. Zuvor hatte ein Wanderer den ausgebrannten Wagen gefunden und die Polizei verständigt. Der Kleinwagen stand in einem trockenen Bachbett in 1400 Metern Höhe.

Der Smart brannte in 1400 Metern in einem trockenen Bachbett ab.
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Wrack geborgen, Erde abtransportiert
Das Wrack des ausgebrannten Smarts wurde am 12. November 2015 mit speziellen, geländegängigen Wagen geborgen. Der Landkreis hat geprüft, welche Schäden der Brand im Naturschutzgebiet verursacht hat. "Das verbrannte Erdreich unter dem Smart wurde abtransportiert und wird nun auf Schadstoffe untersucht", so Landkreissprecherin Brigitte Klöpf gegenüber AUTO BILD nach dem Vergehen. Die Umweltverschmutzung wurde dem Autobesitzer in Rechnung gestellt. "Hinzu kommen die Kosten für Abtransport und Entsorgung des Smarts. Allein die liegen im vierstelligen Bereich", so die Sprecherin. Der Mann hatte den Wagen mit gestohlenem Kennzeichen bewegt. Letztlich lassen sich die Beweggründe des Mannes für die Aktion wohl nicht aufklären.
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