NASCAR: Boss verhaftet
US-Rennserie am Scheideweg?

Die NASCAR kämpft mit negativen Schlagzeilen. Sinkende Quoten, langweilige Rennen und jetzt auch noch ein verhafteter Boss. Die Hintergründe.
- Michael Zeitler
Da hilft auch die enge Verbindung zu US-Präsident Donald Trump nichts: Brian France wurde am Montagmorgen festgenommen. Nachdem er verhaltensauffällig gefahren ist, schlitterte er in eine Polizeikontrolle. Ein Alkoholtest ergab einen erhöhten Promille-Wert, ein Bluttest bestätigte den Konsum von Oxycodene, einem extremen Schmerzmittel. Weil France Widerstand leistete, wurde er festgenommen.

France wurde am Montag festgenommen
Es ist die Spitze des Eisbergs von negativen Schlagzeilen der NASCAR. Die Einschaltquoten gehen seit Jahren zurück, Regeländerungen haben wegen ihrer Komplexität Fans vor den Kopf gestoßen. Die meisten der sonst so actionreichen Rennen in diesem Jahr waren erstaunlich langweilig. Nur acht verschiedene Sieger vier Rennen vor dem Start der Playoffs, dem so genannten Chase, sind wenig für NASCAR-Verhältnisse.
Seit Monaten gibt es außerdem Gerüchte, dass die Familie France sich vom NASCAR-Imperium trennen und die Rennserie verkaufen will. Auch Titelsponsor Monster Energy will sich angeblich wieder zurückziehen.
Der bisher beste Mann 2018 ist Kyle Busch (Joe-Gibbs-Toyota). Er hat bisher sechs Rennen gewonnen, mehr als jeder andere und ist aktuell Tabellenführer. Die Meisterschaft wird aber erst im Chase entschieden. Dann werden alle Chase-Fahrer auf gleich viele Punkte gestellt, mit nur geringen Abweichungen dank Bonuspunkte durch Siege.
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