NASCAR: Chase-Auftakt
Sieg trotz Regelverstoß

Martin Truex jr. hat den Chase-Auftakt der NASCAR gewonnen, obwohl sein Auto durch die technische Abnahme fiel. Damit vorzeitig in der zweiten Playoff-Runde.
Bild: Getty Images
- Michael Zeitler
Das gibt es nur in Amerika: Martin Truex jr. darf seinen Sieg behalten, obschon sein von Furniture Row Racing eingesetzter Toyota nicht regelkonform war. Was genau nach der Laser-Inspektion zu beanstanden war, teilte die NASCAR nicht mit. Offenbar war das Vergehen aber derart zu vernachlässigen, dass keine weiteren Schritte seitens der NASCAR zu erwarten sind.
Das ist nicht untypisch: Erst in Richmond wurde bei Truex schon einmal das Auto als nicht 100 Prozent regelkonform eingestuft. In Amerika ist es allerdings ein No-Go, Siege abzuerkennen. Bei größeren Fehltritten hagelt es allerdings saftige Geldstrafen für die Rennteams.

Als erstes für die letzten 12 qualifiziert: Martin Truex jr.
Truex hat bislang noch keine NASCAR-Meisterschaft gewonnen. 2015 beendete er seine zwölfte Saison in der NASCAR-Topliga Sprint Cup als Vierter – so gut wie nie zuvor. In diesem Jahr machte er vor allem beim Coca Cola 600, das traditionell am gleichen Tag wie das Indy 500 ausgetragen wird, von sich reden, als er 392 der 400 Runden an der Sputze lag und damit einen Uralt-Rekord von Jim Paschal aus der Saison 1967 (335 Führungsrunden im Playmouth) brach.
Die Renngene wurden ihm in die Wiege gelegt: Sein Vater Martin Truex Sr. fuhr schon an der Ostküste NASCAR-Rennen, sein zwölf Jahre jüngerer Bruder Ryan Truex ist derzeit mit einem Toyota in der Truck Series, der dritten NASCAR-Liga, unterwegs.
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