Neue Anforderungen an Pannenhilfe im Fuhrpark
AvD baut Services für Firmenflotten aus

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Warum professionelle Flotten-Pannenhilfe immer wichtiger wird und wie der AvD Firmen dabei unterstützt.
Bild: AvD
Ein liegen gebliebener Dienstwagen ist mehr als nur ein kleines Ärgernis. Fällt ein Fahrzeug aus, stehen oft Termine, Lieferungen oder Kundeneinsätze auf der Kippe. Gerade deshalb wird professionelle Pannenhilfe für Firmenflotten immer wichtiger.
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) bietet dafür spezielle Flottenlösungen an, also individuell abgestimmte Pannen- und Mobilitätsservices für komplette Fuhrparks. Dabei geht es nicht nur um Abschleppen oder klassische Pannenhilfe, sondern zunehmend auch um Prozesssteuerung, Werkstattmanagement und schnelle Anschlussmobilität. "Es ist speziell für Firmenflotten wichtig, eine einfache, schnelle, professionelle und zuverlässige Lösung zu haben", sagt AvD-Präsident Lutz Leif Linden im Gespräch mit AUTO BILD.
Während klassische Schutzbriefe meist auf Privatfahrer zugeschnitten sind, haben Unternehmen oft ganz andere Anforderungen. Viele Fuhrparks arbeiten mit festen Werkstattpartnern, internen Kostenstellen oder individuellen Regeln für Ersatzfahrzeuge. "Die spezifischen Anforderungen der Fuhrparks sind recht individuell, und die Erwartungen an die Flexibilität des Dienstleisters nehmen zu", erklärt Linden.
Wenn der Pannenfall komplex wird
Besonders wichtig für Unternehmen: Im Pannenfall muss nicht nur schnell geholfen werden, auch die Prozesse danach müssen funktionieren. Wer organisiert den Mietwagen? Welche Werkstatt übernimmt die Reparatur? Wie lange fällt das Fahrzeug aus? Gerade bei selbst verschuldeten Schäden oder Reifenpannen stoßen klassische Mobilitätsgarantien oft an ihre Grenzen. "Die Herstellerhotline würde in solchen Fällen die Leistung ablehnen, für den Nutzer und den Fuhrparkverantwortlichen geht dann die Improvisation los", sagt Linden.

Je schneller ein liegen gebliebenes Firmenfahrzeug wieder unterwegs ist, desto geringer bleiben die Folgekosten.
Bild: AvD
Laut AvD interessieren sich deshalb längst nicht mehr nur große Konzerne für spezielle Flottenlösungen. Auch kleinere Unternehmen wollen Ausfälle professioneller organisieren und interne Mitarbeiter entlasten. Denn übernimmt der Fuhrparkleiter oder ein Kollege jedes Mal selbst die komplette Organisation, bindet das wertvolle Arbeitskraft.
Knappes Personal, steigende Ausfallzeiten
"Da die verfügbaren Ressourcen im Fuhrparkmanagement in vielen Unternehmen eher knapp sind, wird es immer wichtiger, sich die richtigen Partner für solche Aufgaben zu suchen", sagt Linden. Gleichzeitig steigen Werkstattwartezeiten und Reparaturdauern weiter an. "Längere Werkstattaufenthalte bedeuten auch längere Stand- beziehungsweise Ausfallzeiten und damit zusätzliche Kosten und Komplexität im Prozess", so Linden. Gerade bei Transportern oder Servicefahrzeugen kann jeder zusätzliche Ausfalltag schnell teuer werden.

Nach einer Panne organisiert der AvD nicht nur das Abschleppen, sondern auf Wunsch auch Werkstattsteuerung und schnelle Anschlussmobilität für Firmenflotten.
Bild: AvD
Dazu kommt: Viele Unternehmen wollen ihren Fahrern im Pannenfall heute einen möglichst einfachen Ablauf bieten. Genau hier setzen professionelle Flottenlösungen an: Statt langer Telefonketten übernimmt der Dienstleister die schnelle Organisation der Hilfe.
Elektroautos verändern den Pannendienst
Zusätzlich verändert die Elektromobilität die Arbeit der Pannendienste. Elektrofahrzeuge benötigen speziell geschulte Helfer und oft schwerere Einsatzfahrzeuge. Die klassischen Defekte verändern sich ebenfalls. Linden: "Bei Elektrofahrzeugen reduziert es sich in den meisten Fällen auf Reifenpannen, Themen rund um die Antriebsbatterie und Soft- und Hardwarethemen rund um die Bordelektronik."
Komplett anders läuft auch die Hilfe bei leerer Batterie. "Dann kann das Fahrzeug statt in eine Werkstatt eher zur nächstgelegenen Ladesäule verbracht werden", so Linden. Für Unternehmen zählt am Ende vor allem eines: möglichst kurze Ausfallzeiten. Je schneller ein Fahrer wieder mobil ist, desto geringer bleiben Folgekosten und Aufwand.
Besonders gefragt sind die Services aktuell bei Unternehmen aus Logistik, Energieversorgung, Telekommunikation oder Bauwirtschaft. Doch der Trend dürfte sich weiter verstärken. Denn moderne Fuhrparks werden komplexer und damit auch die Anforderungen an schnelle Hilfe im Ernstfall.
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