Neue China-Marke "Dragon"
Billig hoch drei

Der Importeur China CAD Automobile wagt sich mit den Modellen City, Grand Ufo und Liner auf den deutschen Markt. Los geht's bei 8999 Euro – das offizielle Go der Behörden steht aber noch aus.
- Stephan Bähnisch
Die Chinesen kommen langsam, aber sie kommen – als Nächstes im Zeichen des Drachen. Unter dem Label "Dragon" führt der Münchner Importeur China CAD Automobile Deutschland drei in Deutschland bislang unbekannte Modelle. Einen Kleinwagen mit Namen "City", ein SUV unter der Bezeichnung "Grand Ufo" und einen Van, der auf dem Namen "Liner" hört. Mit Informationen über Details hält sich CAD aber noch zurück. Klar ist: Zurzeit laufen letzte Test für die europäische Zulassung, Ende November sollen die Drachen das deutsche Straßenbild bereichern. Es könne aber auch bis zum Januar 2009 dauern, sagt Sprecherin Tatjana Podkatilow, die erforderlichen COC-Papiere seien jedenfalls kein Problem. Das hatte Brilliance zuletzt auch in Sachen BS4 behauptet. Dann hatte der Mittelklasse-Chinese aber die EU-Normen beim Fußgängerschutz verfehlt, weshalb er jetzt nur per Einzelabnahme zugelassen werden darf.

Montage in der Ukraine
Im Gegensatz zu den bereits angebotenen Modellen Ufo und GX6 werden die Dragon-Fahrzeuge nicht in China gebaut, sondern in der Ukraine zusammengeschraubt. Und die Modelloffensive geht weiter: Fürs Frühjahr 2009 kündigt Dragon-Chef Karl Schlössl einen Kleinstwagen namens Dragon XXS an, der mit 6500 Euro die Preisschraube in Deutschland weiter nach unten drehen soll. Zunächst nach Österreich kommt der große Geländewagen Hover, der mit Hochdach und langem Radstand versehen auch in der Transporter-Liga gegen Mercedes Sprinter oder Fiat Ducato antreten soll. Und das zum Kampfpreis von 19.900 Euro. Alle Modelle sind laut CAD auf Wunsch auch mit LPG-Gas-Tank zu haben. Wir sind gespannt, ob der Drache wirklich Feuer speit oder sich der Sturm auf den deutschen Markt nur als laues Lüftchen entpuppt.
Service-Links