Neue Formel-1-Teams 2010
Wer macht Platz für Sauber?

Vier neue Teams drängen 2010 in die Formel 1. Doch eins muss noch Platz machen für die BMW-Sauber-Nachfolgemannschaft. AUTO BILD MOTORSPORT analysiert die Neuzugänge.
Der Verkauf des BMW-Sauber-Teams an die Quadback-Investorengruppe ist noch immer nicht in trockenen Tüchern. Erst wenn das Team eine Startplatzgarantie für 2010 bekommt, fließt das Geld. Doch noch verweigern Williams und Red Bull ihre Zustimmung für ein 14. Team. Sauber muss deshalb hoffen, dass eine Mannschaft nicht startet. ABMS analysiert die vier Neuzugänge:
Lotus: Als letzte der vier neuen Mannschaften erhielt Lotus die Startplatzgarantie. Hauptinvestoren des Teams mit dem berühmten Namen sind der malaysische Autohersteller Proton, die Fluglinie Air Asia und der malaysische Regierung. Entsprechend gut ist der finanzielle Background. Jetzt präsentierte Technikchef Mike Gascoyne, der schon bei Jordan, Renault, Toyota und Force India F1-Renner konstruierte, das erste 60-Prozent-Windkanalmodell des neuen Autos (siehe Foto).
Lotus: Als letzte der vier neuen Mannschaften erhielt Lotus die Startplatzgarantie. Hauptinvestoren des Teams mit dem berühmten Namen sind der malaysische Autohersteller Proton, die Fluglinie Air Asia und der malaysische Regierung. Entsprechend gut ist der finanzielle Background. Jetzt präsentierte Technikchef Mike Gascoyne, der schon bei Jordan, Renault, Toyota und Force India F1-Renner konstruierte, das erste 60-Prozent-Windkanalmodell des neuen Autos (siehe Foto).

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Campos mit Geldproblemen

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Virgin sichert Manors Zukunft
Manor Grand Prix: In Fachkreisen ist bei dem britischen Team schon längst nicht mehr von Manor die Rede, sondern nur noch von Virgin. Hintergrund: Wenn der Sponsorvertrag mit BrawnGP Ende der Saison ausläuft, will Richard Bransons Multi-Konzern bei Manor als Titelsponsor einsteigen. Teambesitzer John Boothe bringt seine F3-Fabrik in Sheffield gerade auf Vordermann. Das Auto wird bei Ex-Benetton-Chefdesigner Nick Wirth in Bicester konstruiert. Mitte Februar 2010 soll es sein Streckendebüt geben. Als Fahrer sind Bruno Senna, Anthony Davidson, Jacques Villeneuve und Christian Klien im Gespräch.
Fragwürdige Inspektion beim US-Team

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Während alle anderen neuen Teams um einen regen Informationsaustausch mit Motorlieferant Cosworth bemüht sind, kamen von US F1 bisher kaum Anfragen bezüglich Größe und Konstruktion des Motors. Und eine Fahrersichtung (Indy-Lights-Vizemeister Jonathan Summerton gilt als Top-Favorit) fand bisher ausschließlich in Serien-Vauxhalls statt Formel-Rennern statt. Dabei sind die Voraussetzungen eigentlich bestens: YouToube-Gründer Chad Hurley sichert die Finanzierung. Im Werk in Charlotte stehen zwei Autoklaven und mehrere computergesteuerte Fräsmaschinen bereit. Und laut Teamchef Ken Anderson soll das Auto schon im Januar 2010 fertig sein.
Ecclestone will Sauber helfen

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Ob Sauber-Technikchef Willy Rampf bleibt, ist dagegen noch offen. Auch die Fahrerfrage ist weiter ungeklärt. Peter Sauber führt kommissarisch die Verhandlungen und favorisiert derzeit Noch-Toyota-Pilot Timo Glock. Wie AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr, hat auch Ralf Schumacher Interesse an einer Rückkehr in die F1 mit Sauber. Auf ABMS-Nachfrage wollte er das aber nicht bestätigen. Schumacher: "Ich gehe jetzt erst einmal Ski fahren. Über meine Zukunft entscheide ich im Januar oder Februar."
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