Neue Mercedes AMG-Modelle
Für schnelle Momente

Drei neue AMG-Varianten der Mercedes-Baureihen SL und ML sollen den Puls von Sportwagenfans beschleunigen: SL 65 AMG Black Series, ML 63 AMG "10th Anniversary" und ML 63 AMG "Performance Studio".
- Stephan Bähnisch
Eine schwarze Serie ist selten etwas Positives. Es sei denn, es handelt sich um den stärksten Mercedes SL aller Zeiten: Der neue SL 65 AMG Black Series ist noch mal stärker als der Vorgänger geworden und setzt konsequent auf Leichtbau. Im Vergleich zu einem gewöhnlichen SL 65 AMG hat der Stuttgarter Supersportwagen dank großzügigen Einsatzes von Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK) weitere 250 Kilo abgespeckt, dafür aber die Leistung hochgeschraubt. Jetzt kommt das schwarze Monster mit dem doppelt aufgeladenen Sechsliter-V12 auf 670 PS, das urgewaltige Drehmoment von 1000 Newtonmetern wird von einer Fünfgang-Automatik gebändigt, die AMG als Speedshift-Variante besonders schnell gemacht und mit vier Fahrprogrammen versehen hat – knurrendes Zwischengas inklusive. Ohne Begrenzer würde das Drehmoment laut AMG sogar auf 1200 Nm steigen. 3,8 Sekunden bis Tempo 100 und 320 km/h Spitze (elektronisch begrenzt) sprechen für sich. Auch optisch trägt der Black Series dick auf: Riesige Lufteinlässe, feiste Verbreiterungen und ein Heckflügel, der ab Tempo 120 automatisch ausfährt, weisen ihn eindeutig als Hochgeschwindigkeits-Mobil aus. Das CFK-Dach ist fest montiert – vom Cabriofeeling muss sich der Pilot also verabschieden. Völlig neu ist auch das Gewinde-Fahrwerk, das sich vielfach verstellen lässt und mit dem Dreistufen-ESP sowie Sperrdifferenzial an der Hinterachse den Gummischwund der 20-Zöller in Grenzen halten soll. Innen kombinieren die Affalterbacher Tüftler Nappaleder, Alcantara und Carbon. So viel Exklusivität hat ihren Preis: 327.500 Euro werden fällig, um den SL 65 AMG Black Series fahren zu dürfen.
Happy Birthday: Zehn Jahre ML im AMG-Trimm

Maximaler Luxus im "Performance Studio"

Facelift für das ML-Topmodell
Auch der serienmäßige ML 63 AMG wurde überarbeitet. Frontschürze und Scheinwerfer bekamen eine neue Optik, die Nebelscheinwerfer und die verbreiterten Radläufe tragen künftig Chromränder. Die Heckschürze ist neu, optische Akzente sollen der verchromte Unterfahrschutz und die vier verchromten Doppelendrohre setzen. Den Heckleuchten spendiert AMG Klarglas und moderne LED-Technik. 20 Zoll große AMG-Leichtmetallräder im Fünfspeichen-Design mit Reifen der Dimension 295/40 R 20 sind Serie, auf Wunsch montiert Mercedes titangrau lackierte, glanzgedrehte 21-Zoll-Alus im neuen Doppelspeichen-Design mit 295er Pneus. Neu gestaltet ist auch das Sportlenkrad mit Alu-Schaltpaddles. Zur Serienausstattung zählen elektrisch verstellbare AMG-Sportsitze mit Nappalederpolsterung, Alcantara-Einsätzen im Schulterbereich, Multikonturfunktion und Sitzheizung. Der Motor bleibt ganz der Alte: Der 6,3-Liter-V8 mobilisiert 510 PS und 630 Nm, die Kraftübertragung übernimmt das AMG Speedshift 7G-Tronic-Automatikgetriebe mit drei Fahrprogrammen. In fünf Sekunden geht es auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist wie bisher auf 250 km/h begrenzt. Die Preisliste beginnt bei 101.804 Euro.
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