"Scavenging"-Technologie. Nie gehört? Kann auch nicht sein, denn diesen Begriff haben sich die Lancia-Techniker für ihren jüngsten Motorenspross ausgedacht, der jetzt den Delta befeuert. Das Aggregat setzt auf eine Kombination aus Downsizing, Turboaufladung, Benzin-Direkteinspritzung, variabler Nockenwellenverstellung auf Ein- und Auslassseite und eben die "Scavenging"-Technologie. Das Geheimnis dabei ist der erhöhte Luftdurchsatz des Motors und eine dadurch optimierte Verbrennung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aus 1,8 Liter Hubraum holt das kleine Kraftwerk 200 PS und stellt dabei bereits bei 1400/min ein maximales  Drehmoment von 320 Newtonmetern zur Verfügung.

Neue Sechsgang-Automatik

Lancia Delta
Bild: Werk
So beflügelt bekommt der Lancia Delta im wahrsten Sinnen des Wortes die zweite Luft: In 7,4 Sekunden knackt der Italiener die 100-km/h-Marke und schafft 230 km/h Höchstgeschwindigkeit. Zurückhaltung ist beim Verbrauch angesagt, 7,8 Liter auf 100 Kilometern sollen reichen, was einem CO2-Ausstoß von 185 g/km entspricht, außerdem erfüllt der Motor die Euro-5-Norm. Es gibt das neue Top-Aggregat allerdings nur in Verbindung mit dem ebenfalls neuen Sechsgang-Automatikgetriebe "Sportronic", das über Schaltwippen am Lenkrad oder per Schalthebel den manuellen Gangwechsel ermöglicht. Soviel Sportsgeist will bezahlt werden: In der Ausstattung Oro kostet der Delta 1.8 Di Turbojet 16v 27.900 Euro, die Top-Ausstattung Platino ist ab 30.200 Euro zu haben.