Wer sich für einen längeren Zeitraum ein Auto zulegen möchte, hat die Möglichkeit, es bar zu bezahlen, zu finanzieren oder einen Leasing-Vertag abzuschließen. Was aber, wenn man nur für wenige Wochen oder Monate ein Fahrzeug benötigt, einfach flexibler sein möchte? Dann bietet sich die Langzeitmiete oder der Abschluss eines Auto-Abos an. Doch worin unterscheidet sich eine Langzeitmiete von einem Auto-Abo?

  Erklärung Langzeitmiete

Das Wort sagt bereits alles aus: Bei der Langzeitmiete können Nutzer ein Fahrzeug mieten und dies für mehrere Monate nutzen. Zur Wahl stehen unterschiedliche Automodelle aus verschiedene Fahrzeugklassen. Die Langzeitmiete ist deutlich flexibler als beispielsweise das Autoleasing. Während ein Leasingvertrag nämlich meist für einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren abgeschlossen wird, ist bei einer Langzeitmiete eine Mindestmietdauer von meist 28 Tagen die einzige Voraussetzung. Die maximale Mietdauer beträgt meist zwei Jahre, kann aber je nach Anbieter davon abweichen. Alle Mietmodelle unter 28 Tagen werden als Kurzzeitmiete bezeichnet. 

Was ist ein Auto-Abo?

Mieten oder abonnieren - was lohnt sich für mich?
Mit einem Auto-Abo kommt man schnell und unkompliziert an ein neues Auto.
Vergleicht man die Langzeitmiete mit einem Auto-Abo, gibt es viele Parallelen. Der Abonnent zahlt ebenfalls einen monatlichen Beitrag, der alle Nebenkosten enthält. Darunter fällt die Versicherung, Wartung, Kfz-Steuer sowie auch TÜV und Reifenservice. Viele Auto-Abo-Anbieter setzen auch eine Mindestdauer von einem Monat voraus.
Gängig sind jedoch meist drei Monate. Der Nutzer kann das Abo jedoch auch auf viele Monate oder sogar Jahre auslegen. Die Langzeitmiete sowie auch das Abo können Gewerbe- und auch Privatkunden abschließen.

Miete und Abo: Gemeinsamkeiten und Unterschiede 


Gemeinsamkeiten
- Volle Kostenkontrolle (Steuern & Versicherung sind in der monatlichen Rate inkludiert)
- Neuwagen ohne hohe Anschaffungskosten fahren
- Viel Auswahl: Immer die neuesten Modelle mit der neuesten Technologie
- Flexibilität durch kurze Vertragslaufzeiten
- Hersteller- und Modellübergreifende Angebote
- Wertverlust spielt keine Rolle
- Auto wird lediglich gemietet, kein Eigentum
- Bei einigen Anbietern gibt es Einschränkungen wie Mindestalter oder jährliche Fahrleistung
- Es sind vorkonfigurierte Fahrzeuge, keine Änderungen mehr möglich
- Freikilometerpauschale mitunter niedrig (bei einigen Anbietern)
- Man kann unterschiedliche Technologien testen (Hybrid- oder E-Autos)

Unterschiede


Beim Auto-Abo kann der Nutzer eine präzisere Autowahl treffen (beispielsweise bei der Ausstattung) und nach einer dreimonatigen Frist kündigen, auf ein anderes Auto wechseln oder die festgelegten Kilometer rauf- oder runtersetzen. Bei der Langzeitmiete kann man nach dem Auslaufen des Vertrags einen neuen abschließen und sich dann für ein neues Fahrzeug entscheiden. Kündigen kann man eine Langzeitmiete bei einigen Anbietern jedoch schon nach 28 Tagen. (Auto-Abo oder Leasing: Vor- und Nachteile im Überblick) 

Kostenbeispiele: Langzeitmiete und Auto-Abo

Präzise Kostenbeispiele zu bringen, ist bei der Langzeitmiete wie auch dem Auto-Abo recht kompliziert. Die Preise unterscheiden sich nicht nur bei den unterschiedlichen Anbietern, es kann für ein Modell auch abhängig von der Ausstattung, dem Motor sowie der Kilometerlaufleistung und Laufzeit sehr unterschiedliche monatliche Raten geben. Zudem werden bei einigen Anbietern auch Startgebühren, Überführungsgebühren oder andere Kosten verlangt, die den Preis dann natürlich beeinflussen.
 
Hier sind Preisbeispiele verschiedener Anbieter anhand eines VW Golf:

Langzeitmiete
Langzeitmiete-Auto.com: 498 Euro bei 3800 km/Monat (monatlicher Preis und Bedingungen)
Fleetkonzept.de: 641 Euro bei 4000 km/Monat
Miet24.de: 549 Euro bei 1000 km/Monat
 
Auto-Abo
Sixt Abo: 469 Euro bei 500 km/Monat, Startgebühr 199 Euro (monatlicher Preis und Bedingungen)
Cluno: 369 Euro bei 1250 km/Monat (Laufzeit 12 Monate, 408 Euro bei 6 Monaten)
Faaren: 383 Euro bei 1250 km/Monat (Laufzeit 36 Monate)
 
(Stand: 16. April 2021, Ausstattung und Motorisierung sind nicht immer gleich)

Für wen lohnt sich welches Modell?

Prinzipiell ist es neben der eigenen Präferenz auch immer eine individuelle Entscheidung, ob die Langzeitmiete oder das Auto-Abo die bessere Wahl ist. Beide Modelle lohnen sich, wenn Flexibilität und Mobilität relevanter sind als ein eigenes Fahrzeug. Man muss sich keine Gedanken um den Service des Pkw, dessen Anmeldung, Reparaturen oder den Verkauf machen und auch keine teuren Überraschungen fürchten. Durch die monatlichen Zahlungen sind Wartungskosten abgedeckt, und der Wertverlust spielt ebenfalls keine Rolle. Nutzen können dies Gewerbe- wie auch Privatkunden. Gewerbekunden können dadurch ihre Flotte nach Bedarf auf- oder abbauen, ohne Laufzeit- oder Kapitalbindung. Besonders bei saisonbedingten Aufträgen ist dies ein Vorteil. Oftmals können jedoch keine besonderen Anforderungen oder Ausstattungen erfüllt werden, wie beispielsweise bei Anbauten von Transportern im gewerblichen Bereich. Beim Auto-Abo gibt es beispielsweise Anbieter, die speziellere Fahrzeuge anbieten. So bietet ViveLaCar (Kooperationspartner von AUTO BILD) auch Fahrzeuge mit behindertengerechtem Umbau zur flexiblen Nutzung im Auto-Abo an. Ab 398 Euro zum monatlichen All-inklusive-Preis ist dies für Menschen, die zeitlich befristet auf einen Rollstuhl angewiesen, sowie deren Angehörige eine interessante Option.
Hinweis
Aktuelle Auto-Abo-Deals bei ViveLaCar 
Aber auch wenn man sich nicht langfristig an ein Fahrzeug binden will, aber nicht auf die Vorteile eines Full-Service-Vertrags verzichten will, bietet sich die Langzeitmiete oder das Auto-Abo an. Außerdem sind beide Modelle beim Testen von alternativen Antrieben und beim Testen von Flottentauglichkeit gefragt. Ein Vorteil ist auch, dass man sich für ein höherpreisiges Fahrzeug oder neue Technologien entscheiden kann.