Das hat der deutsche Automarkt jetzt davon: Im September 2006 noch 4,5 Prozent im Plus, stürzte die Bilanz ein Jahr später gnadenlose elf Prozent in den Keller. Kein Wunder, denn im Herbst 2006 bekam die Branche mit der drohenden Mehrwertsteuererhöhung reichlich künstlichen Aufwind – vom sogenannten "Vorzieheffekt" war damals die Rede. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) weiß das aktuelle Ergebnis aber zu relativieren und bemerkt, dass 265.473 neuzugelassene Autos im September "in etwa dem durchschnittlichen Absatzniveau der zurückliegenden Jahre" entsprachen.
Minus plus Minus gleich Minus – nach dieser Regel bringt auch die Neunmonatsbilanz keine freudige Überraschung. In den ersten drei Quartalen 2007 blieben die Neuzulassungen acht Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück (2.340.492 Einheiten). Die deutschen Hersteller haben sich dabei besser als die Importeure entwickelt, die einen Rückgang um neun Prozent verkraften mussten. Die Auftragseingänge im Inland blieben im September satte 25 Prozent zurück, gegenüber August hat der VDA immerhin ein Plus von vier Prozent gemessen. Die "gute Stimmung auf der IAA" lässt den Verband auf eine Verbesserung des Inlandsgeschäfts hoffen. Immerhin beabsichtige laut einer Umfrage "jeder vierte IAA-Besucher, in den nächsten sechs Monaten ein Auto zu kaufen, davon allein 60 Prozent einen Neuwagen".