Nico Rosberg macht Studie zur Formel 1
Rosbergs neuer Job bei der Uni Oxford

Bild: nicorosberg / Instagram
Ex-Weltmeister Nico Rosberg ist zurück in der Formel 1. Diesmal dreht der Deutsche aber nicht am Lenkrad oder erklärt die Königsklasse am TV-Mikro die Königsklasse, diesmal verbindet er seine beiden Welten: Green-Tech und Motorsport.
Beim GP Großbritannien hat er eine Nachhaltigkeitsstudie zur Veranstaltung auf dem Silverstone Circuit ins Leben gerufen. Rosberg arbeitet dabei mit Studenten der Universität Oxford zusammen, um zwei zentrale Fragen zu klären: Wie können An- und Abreise der Fans effizienter und umweltfreundlicher gestaltet werden? Und wie steht es um die Biodiversität rund um die Rennstrecke?
„An der Oxford University sponsere ich drei Studenten und wir haben uns Silverstone als Beispiel für ein GP Wochenende angeschaut, um anhand dessen Vorschläge zu machen, wie man einen GP nachhaltiger gestalten und die Biodiversität mehr schützen kann“, erklärt der ehemalige Mercedes-Star gegenüber AUTO BILD.

Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg untersucht den Umwelteinfluss eines Grand Prix und Effizienz der An- und Abreise.
Bild: nicorosberg / Instagram
Nachhaltigkeit und Biodiversität in Rosbergs Fokus
Ziel ist es herauszufinden, inwieweit die Umwelt durch Events wie den Formel-1-Grand-Prix beeinträchtigt wird. „Silverstone unterstützt uns dabei“, betont Rosberg. „Wir benötigen Zugang zu Kameras und Sensoren zur Messung der Luftqualität.“ Unterstützung kommt auch von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), die Satellitenbilder der Umgebung bereitstellt. Diese Daten werden mit Informationen aus der Ticket-App in Silverstone kombiniert, um ein möglichst detailliertes Bild zu bekommen.
„Die Anreise der Fans ist ein großes Problem“, erklärt Rosberg. „Bei fast einer halben Million Zuschauern reisen die meisten mit dem Auto an.“ Silverstone hält mit 480.000 Vor-Ort-Fans sowohl 2023 als auch 2024 den aktuellen Zuschauerrekord.
Rosberg sieht die wissenschaftliche Studie in Silverstone als „Blaupause“ für Rennen weltweit. „So etwas hat es in der Formel 1 noch nie gegeben. Das Projekt ist bahnbrechend“, sagt der Silverstone-Sieger von 2013. „Alle müssen etwas tun, um den CO2-Fußabdruck ihrer Veranstaltungen zu reduzieren.“
Am vergangenen Sonntag fuhr er selbst mit dem Elektro-Bus zur Rennstrecke und überraschte dabei die Fans. „Das war eigentlich super easy“, resümiert er und schaut schon in die Zukunft: „Unsere Erkenntnisse wollen wir nutzen, um Empfehlungen auch für andere Formel-1-Rennen zu geben."
Service-Links
