Der aufgemotzte ML von Nolimit lässt sich flotter bewegen, als er aussieht. Denn: Äußerlich bleibt alles Serie. Lediglich ein großer Schriftzug kündet vom Eingriff des noch jungen Veredlers. Bemerkenswert: Das Tuningauto schiebt gefühlt wie ein Stier. Die Messwerte fallen folgerichtig respektabel aus: Bis 100 km/h setzt sich der Wagen zwei Zehntel von der von uns gemessenen, gut im Futter stehenden 525-PS-Basis ab, bis 200 km/h erhöht sich der Vorsprung auf 1,2 Sekunden.Auch die Entfernung der Abregelung findet unsere Zustimmung. Um die daraus resultierenden 290 km/h zu erreichen, bedarf es allerdings Geduld und Strecke. Der erstaunlich behände ML 63 AMG profitiert zudem von einer nachträglichen Tieferlegung per Software-Eingriff. Gar nicht so durstig: 15,2 Liter Super Plus Durchschnittsverbrauch sind in Anbetracht von Gewicht und Leistung ein sehr ordentlicher Wert. Im Gegensatz zur Tieferlegung verfügt die Leistungssteigerung (bereits in Planung: 700 PS) über uneingeschränkten TÜV-Segen. Eine Versicherung auf Motor und Antriebsstrang kostet extra und bietet lediglich einen überschaubaren Schutz.

Fazit

von

Ben Arnold
Den sehr überschaubaren Modifikationen zum Trotz: Der Mercedes ML 63 AMG von Nolimit punktet mit ordentlichen Beschleunigungswerten, üppige  Vmax – und einem grandiosen Sound (bereits ab Werk). Wer noch nicht genug hat, bekommt vom Veredler zeitnah eine 700-PS-Stufe nachgereicht.