Eigentlich sah es bis zuletzt nicht schlecht bei Numbat Energy aus. Das deutsche Start-up mit Sitz in Kempten im Allgäu hat einige lukrative Verträge mit großen Unternehmen wie Tegut, Euronics und Shell abgeschlossen, bei denen es um die Errichtung von insgesamt über 1000 neuen Schnellladesäulen geht. Dennoch hat das Unternehmen jetzt Insolvenz anmelden müssen.

Zu geringe Auslastung, zu viel Konkurrenz?

Wie das Online-Magazin Elektroauto-News berichtet, liegt das vor allem an einem heiß umkämpften Markt, hohen Kosten für den Aufbau der Infrastruktur und eine zu geringe Auslastung an den E-Zapfsäulen. Eine erfolgreiche Kapitalrunde, bei der Ende 2023 noch über 140 Millionen Euro Kapital erschlossen werden konnten, hat die Insolvenz des Unternehmens offenbar nicht verhindern können.
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Schnellladesäulen mit Akku

Numbat Energy setzt auf eine besondere Technologie für seine E-Ladesäulen. Um jederzeit Schnellladen zu ermöglichen, haben die Einheiten einen Pufferspeicher. Dieser wird immer dann aufgeladen, wenn kein Fahrzeug lädt und benötigt keine auffällig schnelle Stromversorgung aus dem Stromnetz. Auf diesem Weg wird die Ladeleistung für die Verbraucher deutlich erhöht, auch wenn die Infrastruktur eigentlich nicht darauf ausgelegt ist.

Service wird vorerst fortgesetzt

Für die Kundinnen und Kunden von Numbat ändert sich vorerst wenig. Wie das Unternehmen mitteilt, laufen alle Dienste vorerst unverändert weiter. Mithilfe des Insolvenzverwalters sollen zudem Strategien gefunden werden, wie sich das Start-up neu aufstellen und weitermachen kann.