Opel Mokka-e gebraucht: TÜV-Report 2026
So schneidet der Opel Mokka-e beim TÜV ab

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Die Zweitauflage des Mokka will als Elektriker fit sein für morgen. Doch schon bei der ersten HU liegt die Mängelquote der Achsaufhängungen 17,5-mal höher als im Schnitt.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Der Opel Mokka-e verbindet markantes Design mit einem alltagstauglichen Elektroantrieb im kompakten SUV-Format. Bei der ersten Hauptuntersuchung deuten sich bereits einige Schwächen an. Wie sich der Mokka-e langfristig bewährt, bleibt abzuwarten.
Opel Mokka-e
- Bauzeit: seit 2021
- Motoren: 136 PS bis 156 PS
- Preis: ab 13.000 Euro
Das ist er: Die zweite Auflage des Opel Mokka kam 2021 zunächst als vollelektrische Version. Die Common-Modular-Plattform (CMP) teilt er sich mit Stellantis-Konzerngeschwistern von Fiat 600 bis Citroën C4, der Elektroantrieb wurde vom Corsa-e übernommen. Gebaut wird der 4,15 Meter lange Hochsitz wie sein enger Verwandter Peugeot 2008 im französischen Poissy bei Paris. Das moderne Design und die recht gemäßigte Höhe von 1,52 Metern rücken den Mokka aus der SUV-Ecke deutlich in Richtung der angesagten kleinen Crossover. Wer mehr Wert auf Alltagsnutzen legt, wird beim Opel Frontera auf gleicher technischer Basis fündig.

Mit seiner recht flachen Silhouette und dem modernen Design entfernt sich der Mokka spürbar vom typischen SUV-Format und orientiert sich stärker an trendigen Crossover-Modellen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Das kann er: Vor allem kleine Familien oder Kinderlose werden den Mokka als handlichen Hochsitz mit guter Übersicht schätzen. Platz in der zweiten Reihe oder im Kofferraum gehört nicht zu den Stärken des kleinen Crossovers. Auch das Temperament bleibt überschaubar, die 136 PS reichen für Stadt und Land gut aus, auf der Autobahn kann es zäh werden (Spitze 150 km/h). Bei einer Akkukapazität von 50 kWh reicht es laut WLTP nur für 338 Kilometer Reichweite – in der Praxis für deutlich weniger. Ende 2023 stieg die Motorleistung auf 156 PS, die Akkugröße auf 54 kWh, und Opel nannte den Mokka-e fortan Mokka Electric.
Das macht Ärger: Im Feld wird von Problemen mit dem AC-Lader berichtet, der das Füllen des Akkus verweigert. Ein Mokka B (Diesel) schaffte im AUTO BILD-Dauertest die Note 2+, was für eine grundsätzlich gute Substanz des Autos spricht. Mehrere Rückrufe wegen Problemen mit Software, Klimakompressor, Lenkgetriebe und Batteriesteuergerät.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Der Mokka zeigt an Lenkung und Antriebswellen kaum Mängel, auch Rost ist kein Thema. Federn und Dämpfer sind mit einer Mangelquote null sogar leicht besser als der Durchschnitt. Alarmierend: Die Achsaufhängungen, insbesondere ausgeschlagene Trag- oder Führungsgelenke, werden 17,5-mal häufiger bemängelt als im Mittel!
Licht
Beim Licht bleibt der Mokka nicht fehlerlos, seine Werte liegen aber fast ausnahmslos auf Durchschnittsniveau. Nur an der vorderen Beleuchtung sind Mängel viermal häufiger als im Mittel, weil das Nebellicht falsch eingestellt wurde.
Mängeleinteilung*
Ohne Mängel | Geringe Mängel | Erhebliche Mängel | Verkehrsunsicher | |
|---|---|---|---|---|
Alter | ||||
2-3 Jahre | 89,1 (Ø 89,4) | 2,3 (Ø 4,0) | 8,6 (Ø 6,5) | 0,0 (Ø 0,0) |
Bremsen
Leitungen und Schläuche erweisen sich als annähernd frei von Mängeln, auch die Funktion von Fuß- und Feststellbremse gibt keinen Anlass zum Meckern. Nur bei den Bremsscheiben zeigt sich Verschleiß, hier liegen die Mängelquoten leicht über dem Mittelwert.
Umwelt
Natürlich zeigt der Mokka B mit Elektroantrieb in diesem Kapitel keine Schwächen, denn die meisten Fehlerquellen sind bei ihm gar nicht vorhanden.
Fazit
Der noch junge Mokka-e hinterlässt bei der ersten HU einen zwiespältigen Eindruck. Leicht auffällige Bremsscheiben und falsch eingestellte Frontscheinwerfer sind wohl auf das Nutzungsprofil bzw. mangelnde Pflege durch die Besitzer zurückzuführen. Die früh verschlissenen Achsaufhängungen des schweren Stromers hingegen geben Anlass zur Sorge. Auf den nächsten TÜV-Report darf man jetzt schon gespannt sein.
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