Der Albtraum für Autohersteller und Testfahrer: ein Unfall mit einem Erlkönig. Jetzt hat es den italienischen Kleinstserienhersteller Pagani erwischt. Schrott im Wert von über einer Million Euro – fein säuberlich verteilt auf einer Autobahn. Was Polizisten und Feuerwehrleute am 31. März 2010 von der Bundesstraße B14 in der Nähe von Stuttgart räumen mussten, war mal der Prototyp des neuen Pagani C9 – einem exklusiven Supersportler aus Italien. Ganz in der Nähe des Mercedes-Testcenters verlor der Pagani-Testfahrer offensichtlich bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Erlkönig und krachte in die Mittelleitplanke – mit verheerenden Folgen für das sündhaft teure Einzelstück.
Erlkönig-Unfall Pagani C9
Glück im Unglück: Dank der hochfesten Sicherheitszelle erlitt der Testfahrer nur leichte Verletzungen.
Der Fahrer selbst kam zum Glück mit leichten Blessuren davon – weil der Pagani über eine hochfeste Sicherheitszelle aus Verbundmaterialien verfügt. Von der Kohlefaser-Karosserie bliebt allerdings wenig übrig. Die Nähe zum Mercedes-Testcenter ist übrigens kein Zufall: Im Heck des C9 arbeitet ein V12-Biturbo, der eigentlich für den Einsatz im Mercedes SL 65 AMG Black Series entwickelt wurde. Leistung: mindestens 700 PS. Ursprünglich wollten der italienische Kleinserien-Hersteller Pagani den neuen Supersportler Ende 2010 vorstellen. Ob dieser Zeitplan nach dem Erlkönig-Crash noch zu halten ist, bleibt offen. Der Pagani C9 ist der zweite prominente Supersportwagen-Totalschaden in kurzer Folge. Ein paar Tage zuvor crashte der 9ff GT9-R – eines der schnellsten Autos der Welt.