Peugeot 508 SW im Test

Peugeot 508 SW: Test, Motor, Preis, Diesel

Reicht der kleine Diesel im 508-Kombi?

Großer Kombi, sparsamer Motor – der Bestseller in Fuhrparks. Reicht der kleine Diesel im Peugeot 508 SW HDi 130 für Vielfahrer? AUTO BILD machte den Test.
Außendienst, aufgepasst! Der Flottenmanager in der Zentrale weiß genau, was Vielfahrer wollen: Telefon, Kombi-Heck und einen flotten Diesel vorn drin. Der Controller selbst wünscht sich außerdem noch einen günstigen Verbrauch, am besten mit einer Fünf vorm Komma – und findet bei Peugeot den 508 SW als HDi mit 130 PS! Der soll mit Automatik sogar nur 5,0 Liter laut WLTP schlucken. Ob dieser flotte Franzose demnächst auf dem Hof steht?

In Sachen Design ist der 508 SW weit vorne

Bildhübsch: Mit seinem langezogenen Heck gehört der 508 SW zu den ansehnlichsten Kombis.

Hübsch ist er ja, und sein langes Heck lässt keine Zweifel daran, dass Peugeot Kombis bauen kann. In diese Höhle von Kofferraum (bis zu 1780 Liter) kann der Außendienst reichlich einladen. Die Rücksitzlehnen fallen bei Bedarf auch per Hebelgriff von hinten um, da stört nur die Stufe in der Ladekante. Im Hinterteil liefert der Peugeot eindeutig Oberklasse. Die Rückfahrkamera im "Allure" überspielt, dass die Sicht nach schräg hinten bescheiden ausfällt. Wer schöne Kombis will, muss beim Einparken leiden. Erst recht beim Einsteigen in den engen Fond, wo die Sitzbank sehr tief liegt und die Füße nicht unter die Frontsitze passen. Kinder ab 14 werden murren, es gibt bessere Familienkombis.

Der Komfort im großen Kombi passt für Vielfahrer

Geht auch für die Langstrecke: Die AGR-Sitze sind bequem, das Geräuschniveau ist niedrig.

Der Vertreter vorn freut sich über eine beinahe sportliche Sitzposition: hohe Mittelkonsole, kleines Lenkrad, darüber die Anzeigen von Peugeots i-Cockpit – in Reihe eins wird's schon im Stand spannend. Die Komfortsitze versprechen lange Etappen, ohne dass es zwickt, die Polster tragen das Siegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR). Die rahmenlosen Seitenscheiben pfeifen viel weniger als sonst bei Coupés – Vielfahrer wissen, wie selbst kleine Lärmquellen nerven. Der akustische Komfort stimmt also auch. Da will auch der kleine Diesel nicht groß stören: Laufruhig und gut gedämmt knurrt er vor sich hin, mit etwas Anlauf knackt der 1,5-Liter-Vierzylinder auch die 200-km/h-Marke. Damit hätte sich Peugeots HDi-Motor die Flotten-Reife verdient, zumal die Achtstufenautomatik wieder mal glänzt: Sie fällt nicht auf, so soll’s sein.

Sein Verbrauchsversprechen löst der Franzose nicht ein

Zu durstig: Statt angegebener 5,0 Liter verbrauchte der HDi 130 5,9 Liter auf 100 Kilometern.

Leider entlarven unsere Testwerte eine wichtige Schwäche des kleinsten Motors. Der HDi 130 sprintet nicht nur zwei Sekunden langsamer auf Tempo 100 als versprochen – was der Außendienst mit etwas Geduld verschmerzen könnte, solange der 508 nicht dauernd voll beladen herumfährt. Aber das angebliche Sparwunder verbrauchte auf der AUTO BILD-Messrunde 5,9 Liter auf 100 Kilometer – statt 5,0 Liter, wie Peugeot angibt. 18 Prozent mehr als im WLTP-Wert, jetzt runzelt der Flottenmanager endgültig die Stirn: Ist der Franzose am Ende doch kein Fuhrparkauto? Schon mit 38.350 Euro geht der Allure nicht gerade als Schnäppchen durch. Der deutlich flottere HDi 160 (mit vollen zwei Liter Hubraum und der breiteren Drehmoment-Brust) kostet nur 1800 Euro mehr. Und für Geschäftskunden schnürt Peugeot seine Business-Pakete, die nochmals 1990 Euro nachlassen – da schlagen dann die Flotten zu.
Das Fazit von Joachim Staat: "Der kleine Diesel im 508 Kombi ist flott genug für Euro-Füchse, die Design zum günstigsten Preis wollen. Für ein Flottenauto hat der HDi 130 mit seinem Verbrauch jedoch nicht genug Sparpotenzial." AUTO BILD-Testnote: 3+

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