Peugeot E-Legend: Fahrbericht
So fährt der Peugeot E-Legend

Peugeot verpackt in der Studie E-Legend das autonome Fahren im Look eines Evergreens. AUTO BILD lenkte den Stromer aber selbst.
- Joachim Staat
Der Tacho zeigt 16 km/h, ich habe noch 30 Meter bis zur Wand. Draußen schwitzen die Verantwortlichen von Peugeot, weil sie ihr sündteures Showcar ausnahmsweise nicht ferngesteuert lenken, sondern einem fehlerhaften Menschen überlassen haben: mir. Der E-Legend rumpelt und knirscht, wie das handgemachte Einzelstücke nun mal tun. Hier drinnen ist es brütend heiß, oder ist es die Aufregung? Irgendwo in dem Riesen-Cockpit sirrt ein Lüfter, lüftet aber nicht. Noch 15 Meter, ein Tritt aufs Pedal. Immerhin, die Bremse funktioniert.
E-Legend-Fahrleistungen existieren nur auf dem Papier

Nur Theorie: Der E-Legend könnte in vier Sekunden auf Tempo 100 sprinten – mit dem richtigen Motor.
Das Design-Zitat steht der E-Legend-Hülle vorzüglich

Großes Vorbild: Mit dem 504 Coupé zitiert der E-Legend einen zeitlos schönen Peugeot-Klassiker.
Warum der 504-Look? "Wir wollen die neue Technik vorstellen, sie aber emotional verpacken, weil sie erst dann die Menschen erreicht, statt sie abzustoßen." Und Neues steckt reichlich im E-Legend, der auf Knopfdruck seine Tür öffnet. Die Mittelkonsole ist geschrumpft auf ein kleines Display, hinterm Lenkrad stehen drei weitere Mini-Monitore, die je nach Fahrmodus anzeigen oder verschwinden. Im Modus "Legend" lenke ich selbst, in "Boost" wird's sportlicher.
Beim autonomen Fahren wird der Peugeot zum Kino

Großes Kino: Frontpassagiere können Filme auf einem 49 Zoll großen Monitor im Fußraum schauen.
In dieser Form wird die Studie leider nie gebaut

Trotz einer Petition mit vielen Unterzeichnern wird es der E-Legend so nicht in die Serienproduktion schaffen.
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