Peugeot RCZ für 24h-Rennen: Roll-Out
Neuer RCZ im Rennanzug

In nur acht Monaten hat Peugeot die Serienversion des RCZ zum Langstrecken-Rennwagen umgebaut. AUTO BILD-Testfahrer Henning Klipp ist mit dem Diesel-Coupé beim 24h-Rennen am Nürburging im Einsatz.
Paris, im September 2009. In der französischen Hauptstadt ging ein milder Sommertag zu Ende, am Seine-Ufer drängelten sich Touristen und Verliebte, der Feierabendverkehr hupte sich durch die Straßen. Also alles wie immer, keine besonderen Vorkommnisse. Das dachte wohl auch Jean Philippe Peugeot, führendes Mitglied des Peugeot-Familien-Clans, als er sich mit einigen Rennfahrern und Freunden zum Abendessen traf. Doch Wein und Stimmung waren gut. Sehr gut sogar. Und so entstand zu vorgerückter Stunde die Idee, den neuen RCZ 2010 beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring einzusetzen. Eigentlich kein Problem – Peugeot besitzt ja Erfahrung im Langstreckensport. Doch bis zum Rennen in der Grünen Hölle blieben zu diesem Zeitpunkt nur noch gut acht Monate. Und was an jenem Abend im September noch kinderleicht aussah, stellte sich plötzlich als größeres Problem heraus.
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Bild: Werk

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Bei der ersten gemeinsamen Ausfahrt zeigte sich, dass die französischen Ingenieure in der kurzen Zeit hervorragende Arbeit geleistet haben. Der RCZ liegt satt auf der Piste und zeigt dabei ein neutral untersteuerndes Fahrverhalten. Das auf 400 Newtonmeter erhöhte Drehmoment hat mit den gut 1100 Kilogramm Leergewicht leichtes Spiel. Probleme könnte höchstens das serienmäßige Sechsganggetriebe machen, das eigentlich nur für maximal 380 Newtonmeter ausgelegt ist. Es ist also viel Schaltarbeit nötig, um die Kraft möglichst im optimalen Drehzahlbereich zu halten und das Getriebe zu schonen. Damit sich die zusätzliche Power nicht nur in Rauch auflöst, haben die Entwickler ein Torsen-Sperrdifferential mit eingebaut. Die direkte Lenkung und eine ABS-freie Brembo Bremse lassen im Renn-Coupé endgültig Gokart-Gefühle aufkommen.
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