Erstmals hat ein Elektroauto das Bergrennen am Pikes Peak gewonnen. Rhys Millen im eODrive setzte sich an die Spitze – vor einem weiteren E-Renner.
Bild: Werk
Jonathan Blum
Nobuhiro Tajima in seinem Elektroauto am dritten Trainingstag.
Bild: APEV / Tajima Motors
Der 42-jährige Neuseeländer Rhys Millen hat beim 2015 Pikes Peak International Hill Climb einen historischen Sieg erreicht. Erstmals in der 93-jährigen Geschichte des international bekannten Bergrennens schaffte es ein Fahrer, mit einem Elektroauto zu triumphieren. Und nicht nur das – auch der zweite Platz ging – mit einem Respektabstand von rund 25 Sekunden – an ein batteriebetriebenes Auto der gleichen Klasse. Der 64-jährige Nobuhiro "Monster" Tajima aus Japan konnte dem Sieger mit einem Eigenbau seiner Tuningfirma Tajima Motors im ersten, zweiten und vierten Sektor nicht viel Paroli bieten. In Sektor drei zumindest lagen die Autos mit Zeiten von 2:41.088 und 2:41.679 nahezu Kopf an Kopf.
Der Verbrenner wurde auf Platz drei verbannt
Paul Dallenbach in seinem klassischen Pikes-Peak Open-Wheeler.
Bild: DPA
Auf Platz drei der Gesamtwertung kam mit dem siebenfachen Klassensieger Paul Dallenbach ein weiterer Veteran weit vorne ins Ziel, dieser vertraute allerdings auf einen traditionellen Open-Wheeler mit schneeschaufelartigen Spoilern – und Verbrennungsmotor. Der Amerikaner war mit neun Minuten und 36 Sekunden am Ende vier Sekunden langsamer als die des zweitplatzierten Elektroautos von Tajima. Auf dem vierten Platz landete mit Jeff Zwart im Porsche 911 das erste modifizierte Serienfahrzeug, allerdings rund 40 Sekunden hinter dem siegreichen Elektroauto. Der Fünftplatzierte, Spencer Steele aus den USA, war ebenfalls mit einem Open-Wheeler unterwegs. Überschattet wurde das Event vom Tod des 39-jährigen Motorradfahrers Carl Sorensen am zweiten Trainingstag. Er war im oberen Bereich des Berges von der Strecke abgekommen und zu Tode gestürzt.
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