Der Reifen ist die Verbindung des Autos zur Straße. Um mit dem schnellen technologischen Fortschritt der Automobilbranche mithalten zu können, feilen auch Reifenhersteller wie Pirelli unermüdlich an ihren Produkten.
Damit die Reifenentwicklung am Standort Deutschland in Zukunft noch besser klappt, haben die Italiener jetzt im hessischen Breuberg in ein brandneues virtuelles Entwicklungszentrum investiert.

Pirelli nimmt Nachhaltigkeit in den Fokus

Vom neuen VDC (Virtual Development Center) verspricht sich Pirelli signifikante Vorteile: Obwohl sich die Entwicklungszeit für Reifen um bis zu 30 Prozent verkürzt, werden 30 Prozent weniger physische Prototypen benötigt. Damit kann das Unternehmen auch seine ehrgeizigen Klimaziele verfolgen, denn Pirelli will bis 2030 CO2-neutral produzieren.
Pirelli: Virtuelles Entwicklungszentrum
Reifenhersteller Pirelli investiert in seinen Standort im hessischen Breuberg.
Bild: Pirelli
Kernstück des VDC ist der Fahrsimulator, der den Reifentechnikern fortan deutlich präzisere Testmöglichkeiten bietet. "Damit können wir Reifen für Automobile entwickeln, die es in der Realität noch gar nicht gibt, sondern die uns die Automobilhersteller als digitale Modelle zur Verfügung stellen", erklärt Pirelli-Deutschland-Technikchef Thomas Michel.
Die Zeitersparnis bei dieser "virtuellen Reifenfabrik" ist dank des Einsatzes von KI und neuronaler Netze enorm. Das sorgt für mehr Effizienz und Produktivität und macht die Investition in den Standort Breuberg mit seinen 2500 Mitarbeitern auch für das Unternehmen umso lohnenswerter.