Pkw-Neuzulassungen Europa 1. Halbjahr 2011
Griechenland-Krise

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Nun hat auch der Automarkt seine Griechenland-Krise. Die Hellenen und andere schwächelnde Staaten wie Spanien oder Portugal vermiesen die Halbjahresbilanz der Neuzulassungen 2011 in Westeuropa.
Griechenland kämpft ums Überleben in der Euro-Zone. Ein Rettungspaket jagt das nächste, die Bevölkerung muss sparen wie nie zuvor. Die dramatische Entwicklung spiegelt sich auch in der Halbjahresbilanz 2011 der Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa wieder. So steht das Land an der Ägäis bei den Auto-Neukäufen mit einem Rückgang von 43,9 Prozent an der Spitze der Problemstaaten. Auch Spanien (minus 26,8 Prozent), Portugal (minus 20,3 Prozent) und Italien (minus 13,3 Prozent) verhageln die Bilanz laut einer Erhebung des Essener Beratungsunternehmens R.L. Polk kräftig. Unter dem Strich stellten die Analysten für Westeuropa ein Minus von zwei Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum fest.
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Dass laut Polk dennoch am Jahresende ein leichtes Plus zu erwarten ist, ist vor allem den deutschen Verbrauchern zu verdanken. Mit gut 1,6 Millionen Neuzulassungen (genaue Zahlen siehe Tabelle) und einem Plus von 10,5 Prozent ist der deutsche Markt im Westen mit Abstand der größte. Aber auch viele kleine Länder hätten sich inzwischen erholt, stellten die Marktforscher fest.
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Hinter dem weiter unangefochtenen Marktführer VW (852.000 Einheiten; plus 5,8 Prozent; Marktanteil von gut zwölf Prozent) finden sich erneut fünf weitere deutsche Hersteller (Ford, Opel, Audi, BMW, Mercedes) in den Top Ten wieder. Fazit der Marktforscher von Polk: "Die Pkw-Nachfrage in Westeuropa entwickelt sich nicht so dynamisch wie in anderen Regionen. Der Tiefpunkt ist aber durchschritten. Darüber hinaus sind die deutschen Hersteller im Vergleich zu ihren Wettbewerbern gut aufgestellt."
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