Polizei stoppt Porsche-Raser nach "Rekordfahrt"
Porsche-Fahrer droht nach neuem Tempo-Rekord das Gefängnis!

Mit mehr als 300 km/h rast ein Porsche-Fahrer über eine französische Autobahn, erlaubt sind gerade einmal 130 km/h. Jetzt drohen dem Mann heftige Konsequenzen.
Bild: Gendarmerie de la Haute-Savoie/Facebook
Dieser Tritt aufs Gaspedal könnte für einen Porsche-Fahrer richtig unangenehme Folgen haben! In der Nacht vom 26. auf den 27. September erwischt die französische Polizei auf der Autobahn A40 in Hochsavoyen einen Porsche 911 GT3 mit unglaublichen 312 km/h. Erlaubt sind auf dem Streckenabschnitt lediglich 130 km/h.
Laut französischen Medien handelt es sich dabei sogar um die höchste Geschwindigkeit, die bislang bei einer Polizeikontrolle auf einer öffentlichen Straße in Frankreich gemessen wurde.
Porsche-Fahrer ist 170 km/h zu schnell
Nach Abzug der Messtoleranz werden für das Verfahren noch immer 300 km/h angesetzt. Damit liegt der Porsche-Fahrer satte 170 km/h über dem erlaubten Tempo. Bei den gemessenen 312 km/h legt ein Auto rechnerisch rund 87 Meter in nur einer Sekunde zurück.
Die Beamten können den Sportwagen nach der Messung stoppen. Beim Fahrer soll es sich laut französischen Medien um einen Schweizer handeln. Auf den veröffentlichten Bildern ist ein Porsche 911 GT3 der Generation 991 zu erkennen.
Die Polizei zieht den Führerschein des Mannes direkt ein und lässt den Porsche sicherstellen. Zusätzlich muss der Fahrer eine Sicherheitsleistung von 1500 Euro hinterlegen. Doch dabei dürfte es nicht bleiben.
Dem Porsche-Fahrer drohen drei Monate Haft
Über die endgültige Strafe entscheidet nun ein Gericht im französischen Bonneville.
Dem Fahrer drohen bis zu drei Monate Gefängnis sowie eine Geldstrafe von bis zu 3750 Euro. Auch eine endgültige Beschlagnahmung seines Porsche und ein Fahrverbot in Frankreich sind möglich.
Der Hintergrund: Seit Ende 2025 gelten besonders schwere Geschwindigkeitsüberschreitungen von mindestens 50 km/h in Frankreich als Straftat und nicht mehr nur als Verkehrsverstoß.
Das hätte dem Porsche-Fahrer in Deutschland gedroht
Und wie sähe die Sache in Deutschland aus? Nach dem regulären deutschen Bußgeldkatalog fällt eine Überschreitung von mehr als 70 km/h außerorts in die höchste vorgesehene Kategorie. Dafür werden 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot fällig.
Bei 300 statt erlaubten 130 km/h wäre es damit aber möglicherweise nicht getan. Wegen der extremen Überschreitung käme Vorsatz in Betracht, wodurch sich das Bußgeld erhöhen kann.
Und sogar eine Gefängnisstrafe wäre unter bestimmten Voraussetzungen auch in Deutschland möglich. Wer sich mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, der kann sich wegen eines sogenannten illegalen Alleinrennens strafbar machen. Dafür sieht das Strafgesetzbuch bis zu zwei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe vor.
Allein die enorme Geschwindigkeit reicht für eine solche Verurteilung allerdings nicht automatisch aus. Entscheidend wären die konkreten Umstände der Fahrt.
Schon im Mai raste ein Audi mit fast 300 km/h über die A40
Auf derselben Autobahn hatte es erst wenige Monate zuvor einen ähnlichen Fall gegeben. In der Nacht vom 23. auf den 24. Mai 2026 registrierte die Polizei einen Audi RS 3 mit 287 km/h. Nach Abzug der Toleranz wurden damals 272 km/h angesetzt. Ein weiterer Fahrer wurde in derselben Nacht mit 232 km/h gemessen.
Die Polizei ließ die beiden zunächst weiterfahren, ermittelte die Fahrer aber innerhalb eines Tages. Beide Männer gestanden die Verstöße, ihre Führerscheine wurden eingezogen und die Autos sichergestellt.
Der Porsche legt nun noch einmal deutlich nach: Die gemessenen 312 km/h sind 25 km/h mehr als beim Audi. Für den Fahrer könnte der neue Raser-Rekord also teuer werden – im schlimmsten Fall könnte ihn die Aktion sogar hinter Gitter bringen.
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