Porsche 911 Cabrio im Test

Porsche 911 Carrera 4S Cabrio (992): Test

Welche Note bekommt das 911 Cabrio?

Kurz nach dem Coupé rollt das Porsche 911 Carrera 4S Cabrio an den Start – so schnell sind wir lange nicht mehr braun geworden.
Das Fazit von Stefan Voswinkel: "Ein Porsche entzieht sich so oder so einer rationalen Entscheidung. Wobei der neue 911 mit seinen Qualitäten ein echt gutes Auto ist, der beste Elfer bisher. So ganz rational."
AUTO BILD-Testnote: 2+
Im neuen Porsche 911 Cabrio reichen zwölf Sekunden, um auch die kleinste Wolkenlücke zu nutzen – so schnell öffnet das Verdeck voll elektrisch. Und für alle Puristen, die meinen, dass der Ur-Elfer ein Coupé war und ein Cabrio nur für Weicheier ist: Als Ferdinand Porsche vor 70 Jahren Porsche erfand, war es ein offener Sportwagen.

Auch das 911 Cabrio ist ein echter Alltagssportler

Video: Porsche 911 (992) Carrera S Cabrio im Test

Erste Fahrt im neuen 911 Cabrio

Sportwagen und Alltag? Ja, das ist die Domäne des Elfers. Kaum ein anderes Auto in seiner PS-Klasse ist so schnell und souverän auf der Rennstrecke – und kann (und das ist positiv gemeint) so lässig für die Fahrt zum Bäcker genutzt werden. Einschränkungen gibt es nur beim Kofferraum mit 132 Litern und in Reihe zwei, wo tatsächlich besser Gepäck aufgehoben ist, das nicht unter die vordere Haube passt. Am Ende sind es nur Kleinigkeiten, die nerven. Die einen, wie die miese Übersicht bei geschlossenem Verdeck, sind typisch, andere, wie die fummeligen, elektrisch ausfahrbaren Türgriffe und der Automatik-Wählhebel-Stummel, überraschen. Tatsächlich haben die Designer zwar das Cockpit im Stil der ersten Elfergenerationen aufgeräumt – der Funktionalität hilft das (etwa bei den unübersichtlichen Tasten fürs Licht) aber nicht.

Die Fahrleistung sind über jeden Zweifel erhaben

Rasant: Das Carrera S Cabrio geht in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und schafft maximal 304 km/h.

Ein Leergewicht von knapp 1,7 Tonnen klingt nach viel – ist es auch. Aber kaum ein Auto kann das so souverän kaschieren wie der Elfer. Der Sechszylinder-Biturbo (450 PS, 530 Nm) hat in jeder Lebenslage genug Punch, zumindest wenn er eine kleine Turbo-Gedenksekunde überwunden hat. Das Fahrwerk mit Allradlenkung kann mehr, als öffentliche Straßen vertragen. Und trotz der erstaunlichen Agilität bietet der offene Elfer ein erstaunliches Maß an Komfort, miese Pisten, die etwa in den RS-Modellen von Audi eine Tortur sind, reitet der Porsche erstaunlich souverän ab. Und auch die Verdeckkonstruktion überzeugt voll. Das Zauberwort heißt Flächenspriegelverdeck. Dabei spannt sich das komplette Stoffdach mit Ausnahme der Seitenteile über eine feste Dachfläche aus einzelnen Segmenten, die aneinander anschließen. Das Ergebnis: Selbst bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn bläht sich das Verdeck nicht auf, die niedrigen Windgeräusche ähneln denen des Coupés, ebenso der cw-Wert von 0,29.
Bei Porsche, 911 und Cabrio denkt niemand an ein Schnäppchen. Und wird in dieser Hinsicht mit einem Grundpreis von 142.259 Euro auch nicht enttäuscht. Wobei das nur die halbe Wahrheit ist, höchstens. Alles, was den Elfer nett macht, kostet nämlich Aufpreis. Sodass ohne große Anstrengung schnell eine fette Zwei vorne stehen kann. Immerhin: Auch beim Wertverlust ist ein offener Elfer eine Bank.

Porsche 911 Cabrio im Test

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